Vaters Pornosammlung



Wir wissen, dass wir unseren Tod nicht planen können. Nicht jeder stirbt erfüllt und satt und friedlich und in hohem Alter. Deswegen bleiben zwischen Menschen oft Dinge ungesagt. Und unversucht.

Dem Protagonisten unserer Geschichte heute geht es ähnlich. Als sein Vater stirbt, bemerkt er, dass er ihn nie richtig gekannt hatte.

Und stellvertretend dafür steht die geheime Pornosammlung seines Vaters. Die wird das erste Bausteinchen in einem Puzzle, an dem am Ende ein völlig neues Bild des Verstorbenen steht.


Inspiriert von: My Dead Dad’s Porno Tapes
Download der Sendung hier.
Musiktitel: „ Song for Dad“ von Polychrome / CC BY-SA 3.0


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Skript zur Sendung

Von unserer Familie gibt’s nicht viele Fotos. Wir hatten’s nie mit Erinnerungen. Keine Fotoalben bei uns. Ein Foto gibt es, da bin ich praktisch neugeboren. Da stehen mein großer Bruder, meine große Schwester, meine Mutter und mein Vater vor dem frisch gebauten Reihenhaus. In Sindelfingen. Mein Vater hält mich in den Armen. Es gibt noch keinen Garten, alles nur Erde. Man sieht auf dem Bild, dass alle frieren.

FA: „Klar kenne ich das Foto. Aber weder Dein Vater noch ich wissen, wer das eigentlich geschossen hat. Wird wohl einer von den Nachbarn gewesen sein.“

Zwanzig Jahre nach dem Foto würde mein Vater tot sein. Aber das wusste er natürlich nicht.

Dann gibt’s noch eine Videokassette. Damals hatte man noch so kleine Videokameras und mein Bruder drehte einen Film, in dem er einfach durch das Haus rannte und alles aufnahm, was passierte. Man sieht mich mit 9 Jahren, ich spiele gerade mit Lego. Meine Schwester hatte zwei Freundinnen zu Besuch und die haben sich alle verkleidet. Meine Mutter steht auf der Terrasse und raucht eine Zigarette.

Und mein Vater steht im Fernsehzimmer und installiert einen neuen Fernseher. Ja, wir hatten einen Raum zum Fernsehen und ein Wohnzimmer. Das Fernsehzimmer war im Keller. Und hier hat mein Vater auch seine Pornos versteckt. Mit Schauspielerinnen – nennt man das so? – wie Theresa Orlowski, Dolly Buster und Sibylle Rauch.

Zehn Jahre nach diesem Videofilmchen würde mein Vater tot sein. Aber das wussten wir natürlich nicht.

Es ist nicht so, dass die Filme besonders gut versteckt gewesen wären. Wir wussten alle drei, dass sie einfach hinter der untersten Reihe von VHS-Kassetten versteckt waren. Da waren die ganzen Fliegerfilme, die uns nicht interessierten. Aber wenn man die rausräumte, konnte man die Pornos finden.

Wir haben die uns öfter ‚mal angeschaut. Meistens musste ich Schmiere stehen, weil ich der Kleinste war, aber von der Treppe konnte ich auch auf den Bildschirm kucken.

Aufregend war nur, das heimlich zu tun. Aber die Filme haben uns eigentlich nur befremdet. Seltsame Filme waren das. Und seltsam, was die Menschen da machten.

Aber am seltsamsten war, dass unser Vater die kuckte und vor uns versteckte. Das war eine geheime Seite unseres Vaters, die wir nicht kannten und verstanden. Wobei wir die nicht so heimlichen Seiten auch nicht verstanden.

Egal. Es gibt ein Foto von mir auf meinem ersten großen Popkonzert. Heute ist es mir ein bisschen peinlich, aber damals war ich ein Riesen-Robbie-Williams-Fan. Und meine Freunde und ich fuhren da hin, als mir mein Vater am Telefon erklärte, er hätte da eine Diagnose und wollte mit mir reden.

Aber nichts so Eiliges, ich sollte ruhig erst auf das Konzert gehen, wir könnten dann am nächsten Tag darüber reden. Meinte er am Telefon.

Ich stehe da also auf dem Foto mit meinen Kumpels auf dem Konzert und lache in die Kamera, während mein Vater wahrscheinlich zu Hause den Arztbrief immer wieder durchliest.

Ein Jahr nach dem Konzert würde mein Vater tot sein. Aber das wusste ich natürlich noch nicht.

FA: „Am nächsten Tag bist Du spät aufgestanden, Dein Vater war im Dienst. Da habe ich Dir erklärt, dass er Krebs hätte. Und das die Diagnose sehr schlecht wäre und der Krebs wahrscheinlich tödlich.“

Ich weiß noch, wie ich am Krankenbett sitze und mir ganz fest einbilden wollte, dass mein Vater mich angelächelt hätte. Er konnte schon nicht mehr sprechen, also saßen wir da stundenlang schweigend nebeneinander. Ich hatte nichts zu sagen.

Das war jetzt kein großer Unterschied, eigentlich hatten wir die meiste Zeit schweigend nebeneinander gelebt. Wir hatten keine gemeinsamen Interessen und über fast alle Dinge ein völlig andere Meinung. Mein Vater war mir fremd. Ich fand, dass er kalt war und abweisend. Immer alles unter Kontrolle haben…

Aber ich hatte mir auch gedacht, wenn ich einmal erwachsen wäre, dann könnten wir uns auf Augenhöhe begegnen.

Dann könnte man über alle die Dinge reden, die zwischen uns standen. Dann könnten wir vielleicht die Distanz überwinden. So von Mann zu Mann. Das dachte ich immer.

Aber dann, am 17. April 2007 war mein Vater tot.

Das ist jetzt auch schon wieder zehn Jahre her. Die Asche meines Vaters steht in einer einfachen Urne im Fernsehzimmer. Ich weiß nicht, wie meine Mutter das gemacht hat. Alles sagen mit, das wäre eigentlich verboten.

Zurückgelassen hat mein Vater viele Sachen. Kleidung, Uniformen, Bücher, eine Münzsammlung, viel Werkzeug, wirklich viel, viel Werkzeug – ein halber Baumarkt – und natürlich seine heimliche Pornosammlung.

Ich habe mich oft durch das ganze Zeug gekramt. Wahrscheinlich, um meinem Vater näher zu kommen. Wenn ich seine Sachen sortiert habe, dachte ich, dann könnte ich ihm vielleicht näher kommen. Ihn endlich verstehen. Damit ich ihn loslassen konnte.

Aber am Ende landete ich immer bei den Pornos. Die waren wie ein Symbol für den geheimen Vater, den Vater, den wir Kinder nicht kannten. Das musste wahrscheinlich auch der Vater sein, den unsere Mutter so liebte.

FA: „Klar wußte ich von der Pornosammlung. Aber ich habe ihn nicht darauf angesprochen. Er sollte ja auch seine Freiheiten haben dürfen, oder?“

Ich musste das ordnen. Aufräumen. Mein Plan war: Ich mache ein Album über meinen Vater! Ein großes Buch mit Fotos, Zeitungsauschnitten, Prospekten, Zitaten und mit Text.

Eine Art Buch, dass den ganzen Menschen widergibt. Sein Leben widergibt.
Damit man ihn verstehen kann.
Damit ich ihn verstehen kann.

Ein dummer Plan, aber ich habe trotzdem damit angefangen. Bei seiner Geburt natürlich. Mein Vater hieß Martin und er wurde in Stuttgart geboren. Seine Eltern hießen Hannes und Elke. Die sind beide mittlerweile auch tot, bei einem Autounfall. Aber da war mein Vater schon ein Jahr tot.

FA: „Tut mir leid, dass zu sagen. Aber: Zu spät sind sie gestorben, viel zu spät für Deinen Vater.“

Was noch? Mein Vater war Polizist. Er arbeitete nich weit weg von zu Hause. Und er arbeitete lange und manchmal auch nachts und manchmal am Wochenende. Seine Kollegen mochten ihn. So heißt es.

Wir Kinder wußten über seine Arbeit gar nichts. Kein Sterbenswörtchen erwähnte er jemals zu Hause.

FA: „Seine Arbeit war für ihn nichts Besonderes. Er fand die nicht besonders großartig, aber auch nicht schlimm. Aber für ihn war es wichtig, dass die Arbeit und die Familie zwei völlig getrennte Bereiche seines Lebens waren.“

O.k. Der Job war also nur der Job. Aber was machte er in seiner Freizeit? Na, er war besessen vom Fliegen. Beim Bund war er Flieger und in seiner Freizeit auch. Er hatte eine PPL, eine Privatpiloten-Lizenz und verbrachte an jedem freien Wochenende einen Tag auf dem Flugplatz.

So oft er konnte, schleppte er mich mit auf diesen blöden Flugplatz. Klar, ich durfte auch mitfliegen und klar, dass war cool. Aber die meiste Zeit ratschte mein Vater mit anderen Piloten und schraubte an seinem Flieger ‚rum oder an den Fliegern von anderen.

Also langweilte ich mich derweil zu Tode. Irgendwo auf dem Flugplatzgelände oder aber stundenlang im Auto, wo ich immer wieder die gleichen blöden Kassetten hörte. Ich hasste das.

FA: „Er konnte gut reparieren, das konnte er wirklich. Nicht nur Flieger oder Autos. Unser Haus war eigentlich in einem Dauerzustand der Renovierung. Neues Parkett, neue Küche, neues Garagentor, immer gab es, etwas zu verbessern oder zu optimieren. Er dachte, er kann alles reparieren. Mit genug Zeit kann man alles reparieren, dass sagte er immer.“

Das erklärt natürlich, dass sein Erbe außer aus Pornos vor allem aus Werkzeug besteht. Er musste wirklich ganz gut sein im Reparieren, ich erinnerte mich wieder, dass oft Nachbarn kamen, wenn der Rasenmäher kaputt war oder der Videorekorder oder aber ein Baum abgesägt werden musste.

Und wenn eines seiner Projekte nicht so klappte, wie er das wollte, dann konnte er völlig die Beherrschung verlieren. Dann war alles daran schuld, dass er etwas nicht reparieren konnte!

Unsere Mutter, die dauernd mit unwichtigem Zeug zu ihm kam oder wir Kinder, die immer so laut spielten, dass man sich nicht konzentrieren konnte oder der Typ im Baumarkt, der einfach nicht die geringste Ahnung von seinem Job hatte!

Wenn der Damm einmal gebrochen war, dann flippte mein Vater völlig aus. Dann konnte er zwei Stunden rumschreien am Stück, bevor ihm die Lust ausging. Er wußte auch irgendwie, dass das nicht in Ordnung war, aber er entschuldigte sich eigentlich nie.

FA: „Mir gegenüber entschuldigte er sich schon. Ich bekam bei weitem mehr Beleidigungen und Bosheiten ab, als ihr vielleicht ahnt. Aber, wenn er sich entschuldigte, dann meinte er es irgendwie nie so. Es war schon sehr schwierig, mit ihm zusammenzuleben.“

Ein schweigsamer, kalter Mann, der gerne etwas reparierte und mit dem man schwer zusammenleben konnte. Das brachte mich alles nicht weiter. Das erklärte meinen Vater nicht. Warum starb er eigentlich überhaupt so früh an Lungenkrebs?

Die Ärzte hatte ihm gesagt, die Gründe für Lungekrebs seien Rauchen, Trinken und Stress. Aber er hatte nie geraucht und er trank keinen Alkohol. Bleibt also der Stress. Und der Krebs.

Er nannte seinen Tumor, der ihm komplett die Stimme nahm und ihn am Schluss ersticken würde, immer Elke. Wie seine Mutter. Das müsste einen Grund haben. Ich persönlich kann mich nur erinnern, dass wir seine Eltern halt an Weihnachten besuchten. Und, dass das für alle furchtbar war.

Wir saßen gestriegelt und geschniegelt auf dem Sofa und versuchten superbrav zu sein. Nach zwei Stunden spätestens kam es zu einem Streit zwischen meinem Vater und meiner Großmutter und wir fuhren wieder nach Hause.

Während der Rückfahrt schimpfte mein Vater die ganze Zeit laut vor sich hin. Wir anderen saßen erstarrt im Auto. So war unser zweiter Weihnachtsfeiertag. Immer. In meiner Erinnerung.

FA: „Es war die Hölle auf Erden. Vor allem für euren Vater. Meistens konnte er schon die Nacht vorher nicht schlafen. Weihnachten war schon als Kind für ihn die Hölle!“

Moment! Wer waren also meine Großeltern? Hannes war in seiner Kindheit so gerade noch zur Hitlerjugend eingezogen worden und Elke, meine Großmutter war ein Flüchtlingskind aus Oberschlesien.

Auch hier gibt es ein Foto vor einem fast fertigen Reihenhaus. Dreißig Jahre früher. Das Wohnzimmerfenster ist weihnachtlich geschmückt. Davor stehen meine Großeltern und vor denen die drei Kinder. Alles Jungs. Orgelpfeifen. Alle gleich angezogen. Alle gleich frisiert.

Für meine Großmutter waren ihre Kinder hauptsächlich ein Dekorationsproblem.

FA: „Am Weihnachtsabend mussten die Jungs immer schon die Dankeschönkarten schreiben. An jeden, der sie beschenkt hatte. Also auch an die eigenen Eltern. Immer die gleiche Karte, immer die gleichen Texte und auch immer die gleichen Geschenke. Alles hatte seine Ordnung.“

Die Mutter meines Vaters war der Boss in der Familie. Und anscheinend verteidigte sie diese Position mit allen Mitteln. Kein Treffen ohne Vorwürfe, ohne Beschuldigungen und schließlich ohne Streit. Alles, was ihre Kinder machten, war grundfalsch. Alles war nur ein weiterer Beweis, dass niemand sie respektierte und ihre Liebe eine reine Verschwendung war.

FA: „Eines Abends kam Dein Vater von einem Besuch mit blutigen Wunden heim. Sie hatte ihm buchstäblich das Gesicht und den Hals zerkratzt und die Wunden hörten nicht zu bluten auf. Wir sind noch in der Nacht in die Klinik gefahren. Einige Kratzer waren so tief, dass sie genäht werden mussten.“

Die Mutter meines Vaters hatte immer gesagt: „Ihr bringt mich noch ins frühe Grab!“.
Aber anscheinend war es anders herum.

Wir Kinder wußten von alledem nichts. Mein Vater hat nie von seiner Kindheit erzählt und auch kein schlechtes Wort über seine Eltern oder Geschwister verloren. Er wollte das wohl alles hinter sich lassen.

FA: „Die Gewalttätigkeit Deiner Großmutter kam nicht aus dem Nirgendwo. Wir haben sie selber auch einmal in die Klinik fahren müssen. Weil sie ein Küchenmesser im Unterarm hatte. Einmal quer durch. (spöttisch) Ein Unfall beim Kochen, meinte sie! Aber wir wussten, dass es Dein Großvater war. Der derweil besoffen auf dem Sofa schlief.“

Eine Geschichte der Gewalt. Ein Erbe der Gewalt. Und wahrscheinlich läßt sich noch mehr Gewalt finden, wenn man die Geschichte der Eltern der Eltern anschaut und dann wieder deren Eltern.

Meine Großmutter und mein Großvater waren zwei Menschen, die in verrohten Zeiten groß wurden. Keine eigene Kindheit. Und die erfahrene Gewalt vererbten. Durchreichten an die nächste Generation. So macht man das. So muss das sein.

Aber in unserer Familie gab es keine Gewalt. Weder ich oder meine Geschwister wurden jemals geschlagen. Keiner von uns hat eine Erinnerung an Gewalt.

FA: „Dein Vater und ich haben schon gestritten. Er war ein schwieriger Mensch. Aber wir haben uns geschworen: Hier hört das auf. Mit uns endet das Erbe. Unsere Kinder sollen ohne Gewalt aufwachsen. Damit deren Kinder die Chance hatten, geistig gesunde Menschen zu werden. Jedes Mal, wenn wir von Deinen Großeltern zurück kamen, dann haben wir uns geschworen: Hier hört das auf! Mit uns hört das auf! Wir setzen die Kette nicht fort!“

Das änderte alles. Das ganze Bild war auf einmal verschoben, aber irgendwie schlüssig. Die Pornosammlung meines Vaters war auf einmal gar nicht mehr wichtig. Die stand nur für etwas, was man versteckt.

Aber, das Wichtigste, was er vor uns versteckt hatte, war, dass er das Opfer von emotionaler und physischer Gewalt war. Eine Wahrheit, die er mit uns nicht teilen wollte, weil wir davor geschützt werden sollten.

Ich hatte mich immer zu drücken versucht, wenn wir am Samstag auf den blöden Flughafen gefahren sind. Weil es so langweilig war. Aber in Wirklichkeit war es der Versuch meines Vaters, mir nahe zu sein. Der Versuch, es anders zu machen als sein Vater und seine Mutter.

Unbeholfen war das. Natürlich. Und ich habe das nicht verstanden. Aber ich verstehe die Botschaft jetzt sehr genau. Und ich verstehe, warum es für meinen Vater so wichtig war, Dinge zu reparieren.

Hier hört das auf. Mit uns endet das. Mit seinem Leben wollte er das Erbe der Gewalt beenden. Und etwas Neues, Besseres aufbauen. Das Mensch-Sein selber reparieren. Klar würde er wütend, wenn das nicht klappte.

Mein Album habe ich nicht fertig gemacht. Ich hatte ja schon auf den ersten Seiten das gefunden, was ich gesucht hatte. Dieses „Hier hört das auf“ erklärt meinen Vater. Und erklärt, warum meine Mutter diesen schwierigen Menschen so liebt. Auch wenn er seit 10 Jahren tot ist.

FA: „Wenn ich einmal gestorben bin, dann besorgt ihr meine Asche. Die im Bestattungsinstitut wissen, wie das geht. Die arbeiten mit einem Krematorium in der Schweiz. Und dann vermischt ihr die mit der Asche von eurem Vater. Asche zu Asche. Darum steht die in der Wohnung rum. Damit wir dann zusammen sind. Und dann könnt ihr mit der Asche machen, was ihr wollt. Das ist mir eigentlich egal.“

So könnte die Geschicht enden. Stimmt’s! Mit dieser seltsamen Liebesbotschaft meiner Mutter. Damit, dass ich eine Nähe zu meinem Vater gefunden habe, obwohl er tot ist. Happy End.

Klar, da ist immer noch die Pornosammlung. Das ist auch immer noch sehr seltsam. Ich will mir lieber nicht vorstellen, wie er… also, die Art und Weise, wie… ich meine, wie er die konsumiert hat.

Und da bleibt immer noch die bittere Wahrheit, dass mein Vater an Elke gestorben ist. An seinem Tumor namens Elke. Bevor die richtige Elke gestorben ist. Das ist nicht richtig.

FA: „Ich glaube ganz fest, dass der Tod seiner Mutter für Deinen Vater eine Befreiung gewesen wäre. Ich glaube, Opfer von Mißbrauch sind erst frei, wenn der Täter tot ist. Aber so war das nun einmal. Wichtig nur, dass das nicht weitergeht.“

Ja. Das ist wichtig. Sehr wichtig.

Hier hört das auf!

Ein gutes Motto, um danach zu leben, finde ich!