Sexualkunde


Heute gibt es wieder ein Hörspiel. Es geht um ein peinliches Kapitel im Leben eines Schülers. Um den Sexualkunde-Unterricht!

Auch ein aufgebrachter Herr Hengstler findet, dass solche Inhalte in der Schule nicht gelehrt gehören!

Ob ihn die erfahrene, mit allen pädagogischen Wassern gewaschene Direktorin der Schule wohl etwas Besseren belehren kann?

Hört euch die neue Folge an und gewinnt einen Screenshot aus einem in bayerischen Schulen verwendeten Schulbuch. Mit einer Abbildung, die mittlerweile zensiert wurde!


Setup & erste Hälfte stark „inspiriert“ von: A bit of Fry & Laurie – Sexual Intercourse
Musik: „Goodbye Romeo“ von Explosive Ear Candy / CC BY-NC-SA 3.0
Die morgenradio-Playlist auf jamendo


Verschenke diese Sendung!


Wenn Du diese Sendung verschenken willst, dann schicken wir dem Beschenkten eine Email mit einem individuellen Download-Link und Deiner persönlichen Grußbotschaft. (Die Email-Adresse des Beschenkten wird nicht bei uns gespeichert.)


Skript zur Sendung


(Klopfen)
FA: Treten Sie ein! Die Tür ist immer offen!
HW: Äh. Bin ich hier richtig? Sind Sie Dr. Sturm-Feuerbach?
FA: Das bin ich! Guten Tag! Mit wem hab‘ ich die Ehre?
HW: Und sind Sie der Direktor von dieser Schule?

FA: Ich würde das etwas anders formulieren. Aber wenn Sie gefragt hätten, ob ich die Direktorin dieser Schule bin, hätte ich frohen Herzens sofort mit „Ja“ geantwortet!
HW: Aber Sie sind eine Frau!
FA: Das ist richtig. Freut mich, dass Ihnen das auffällt! Das ist übrigens auch der Grund, warum ich die weibliche Form meiner Berufbezeichnung gewählt habe.

HW: Äh. Ach so. Verstehe.
FA: Also, noch einmal. Guten Tag!
HW: Guten Tag! Ihnen auch…
FA: Wie wäre denn Ihr Name, Herr…
HW: Hengstler. Mein Name ist Hengstler. Und ich bin der Vater von Lisa.

FA: Schön, Herr Hengstler. Dann kommen Sie doch herein, schließen Sie bitte die Tür hinter sich und berichten Sie mir, was denn Ihr Anliegen ist.
HW: Äh… Ja. Moment. Tobi, komm her!

(Tür)

FA: So. Setzen Sie sich doch bitte. Lisa, Du darfst Dich auch setzen, bitte.
HW: Hast doch gehört, Tobi. Setz‘ Dich!

FA: So, Herr Hengstler, was wäre denn Ihr Anliegen? Hier, morgens um 8:00 Uhr in der Früh?
HW: Ich.. Also ich und meine Frau… Also, wir… Aber meine Frau ist natürlich nicht hier… Also ich und meine Frau… Also, ich spreche auch im Namen meiner Frau… Wir haben eine Beschwerde!

FA: Ach? Wissen Sie ‚was? Das hatte ich fast geahnt!
HW: Wir, wir, wir sind in keiner Weise damit einverstanden, wie hier in diesem Etablissement der Unterricht gestaltet wird!

FA: Sie meinen diese Schule, oder? Sie sind sich bewusst, dass dieses Etablissement eine Schule ist?
HW: Da… da… da bin ich mir nicht so sicher, wenn ich höre, was meine Tochter hier zu hören bekommt!

FA: Ich habe hier gerade die Akte Ihrer Tochters aufgerufen. Lisa Hengstler. Das… schaut doch sehr gut aus. Keine Verweise, keine Strafaufgaben, noch nie das Turnzeug vergessen. Lauter mündliche Einsen. Und einen sehr guten Schnitt.

HW: Das ist ja auch nicht das Problem. Natürlich ist meine Tochter eine gute Schülerin!

FA: Und die Tochter Ihrer Frau?
HW: Wie bitte?
FA: Verzeihung, war nur eine dumme Bemerkung! Wenn Lisa so problemlos, ich würde sagen, schon fast zu problemlos hier seine Schullaufbahn hinter sich bringt, was ist denn dann das Problem?

HW: Das Problem ist nicht meine Tochter… äh… und die Tochter meiner Frau… was ja die gleiche Tochter ist… Also, das Problem ist nicht Lisa, sondern der propagandistische Lügenunterricht hier an der Schule!
FA: Hoppla! Wir erteilen Lügenunterricht?

HW: Ja, modernen, linksversifften Lügenunterricht!
FA: Herr Hengstler, ich kann Ihnen versichern, modern ist an unserem Lehrplan nun wirklich nichts! Und auch sicher nicht „linksversifft“. Wir haben seit dem zweiten Weltkrieg hier noch nie einen linken oder auch nur liberalen Kultusminister gehabt! (Leider)

HW: Natürlich ist das Lügenunterricht! Sie wollen meinen Tochter mit Ihren Lügen und Ihrer Porno-Propaganda verderben!
FA: Aha. Da kommen wir der Sache schon näher! Welche Art von Porno-Propaganda?

HW: Lisa, sag‘ der Frau Doktor Strom-Heuerbusch…
FA: Sturm-Feuerbach…
HW: …sag‘ der Frau Direktor, was Du am Küchentisch zu mir und zu Deiner armen Mutter gesagt hast!

Lisa: Ich… will… nicht…
HW: Lisa, wenn Du nicht auf der Stelle wiederholst, was Du zu uns gesagt hast, dann…

FA: Na, na, na! Ganz ruhig! Atmen Sie einmal tief durch, Herr Hengstler! Lisa, hab‘ keine Angst! Ich kenne den Unterricht hier in- und auswendig. Ich bin schon sehr lange an der Schule. Es kann Dir nichts passieren! Was hast Du denn gesagt?

Lisa (zitiert mechanisch): „Wenn ein Mann und eine Frau Geschlechtsverkehr haben, kann es an den fruchtbaren Tagen des Regelzyklus zur Schwangerschaft der Frau führen!“

HW: Pah! Ja, Pfui Spinne! Da haben Sie’s! Was sagen Sie dazu?
FA: Das hast Du aber toll gelernt, Lisa. Du weißt schon, dass Du die Schulbücher nicht auswendig lernen musst?

Lisa: Papa sagt…
HW: Natürlich lernt Lisa ihre Schulbücher auswendig! Aber lenken Sie nicht ab! Was sagen Sie zu diesem ekelhaften Schweinekram?

FA: Schweinekram?
HW: Natürlich! Schweinekram! Solche Sauereien müssen wir arglose Bürger uns am Frühstückstisch anhören!
FA: Was für Sauereien denn?

HW: Lisa, sag‘ noch einmal das schmutzige Wort!
Lisa: Schwangerschaft?
HW: Ja, das ist auch schrecklich, aber ich meine das andere!
Lisa: Regelzyklus?
HW: Ja, das sollst Du auch NIE mehr sagen! Aber ich meine das andere Wort! Das, weswegen ich Dir den Mund mit Spüli ausgewaschen hab‘!
Lisa: Geschlechtsverkehr?

HW: Genau! Sag‘ das bloß nie wieder, Du Ferkel!
Lisa: Aber DU hast doch gesagt…

FA: Herr Hengstler! Bewahren Sie ihre Fassung! Das ist ja schwärzeste Pädagogik aus der Steinzeit, was Sie hier vor meinen Augen betreiben!
HW: Steinzeit? Steinzeit? Ha! Da wusste man wenigstens noch, was wahr ist und was nicht! Das ist kein schlechtes Beispiel! Da ist noch niemand auf diesen Pornomist reingefallen!

FA: Herr Hengstler, das Wort Geschlechtsverkehr ist doch in keinster Weise pornografisch!
HW: Natürlich ist es das! Lügenpropaganda! Sie und diese ganze Hipster-Kacke aus Berlin-Mitte und ihre Lügen! Sie wollen, dass die Kinder nicht mehr wissen, was normal ist! Geben Sie es doch zu!

FA: Aber, Herr Hengstler, Geschlechtsverkehr ist doch ein sehr normales Wort für…
HW: Das ist nicht normal! Propaganda ist das! Sie wollen, dass Tobi auch Porno-süchtig wird, so wie alle von eurer grünen Esoteriker-Baggage!
FA: Herr Hengstler, ich versichere Ihnen, dass selbst der Akt, den das Wort Geschlechtsverkehr beschreibt…

HW: Hören Sie auf damit, in Gegenwart meiner Tochters immer dieses grauenvolle Wort zu benutzen! Dieser ganze moderne Schwachsinn! Darf man als normaler Bürger sein Kind heutzutage nicht mehr normal erziehen? Kann man nicht mehr frei sagen, was hier für ein modernes Lügen-Regime uns alle abhängig machen will von der Pornografie?

FA: Herr Hengstler, ich versichere Ihnen noch einmal, dass nichts an unserem Lehrstoff auch nur annähernd modern ist! Sexualkunde-Unterricht ist schon seit Anfang der Sechziger Teil des Lehrplans. Und in Physik lehren wir mittlerweile wieder das aristotelische Atommodell. In der Zwölften, stellen Sie sich…

HW: Natürlich ist das die reine Pornografie! Werfen Sie hier doch keine Nebelkerzen! Mir können Sie doch nichts vormachen! Natürlich ist das nicht normal! Geschlechtsverkehr ist nicht normal! Und Sie wissen das genau! Ganz genau wissen sie das!

FA: Moment! Halt! Sie behaupten, Geschlechtsverkehr ist nicht normal?
HW: Natürlich ist das nicht normal! Sie wissen das genauso wie ich und jeder andere normale Mensch! Geschlechtsverkehr ist nicht normal! Das ist ja der blanke Horror! Wie können Sie das denn behaupten?

FA: Halt! Eines nach dem anderen! Sie sind der Meinung, Geschlechtsverkehr ist eine Propaganda-Lüge?
HW: Natürlich! Das weiß jeder Mensch, der einigermaßen normal ist! Lisa, halte Dir die Ohren zu!

FA: Geschlechtsverkehr gibt es nicht?
HW: Natürlich nicht!
FA: Gibt es also gar nicht?
HW: Nein! Warum sollte man das machen? Das ist doch eine Riesensauerei!

FA: Herr Hengstler, wollen Sie sagen, Sie haben noch nie..
HW: Natürlich nicht! Ich bin ein anständiger Mann! Das macht ein normaler, anständiger Mann nicht!
FA: Aber Sie haben eine Tochter, oder?
HW: Sicher!
FA: Und Sie sind sich auch sicher, dass das Ihre Tochter ist, oder?

HW: Natürlich! Was wollen Sie denn damit andeuten? Wollen Sie mir irgendetwas unterstellen?

FA: Und Sie und Ihre Frau, Sie haben nie…
HW: Nie was?
FA: Sie haben nicht auch nur einmal, ihre.. wie soll ich’s Ihnen schonend sagen…

HW: Wir haben nie unsere was?
FA: Sie hatten nie das, was das Wort umschreibt, dass so lebhaft ihren Anstand erschüttert?
HW: Sie meinen… das Wort… Moment! Sie meinen ich und meine Frau, wir hätten…
FA: Genau das meine ich.

HW: Also, Sie, Sie… Ich verbitte mir das! Natürlich nicht! Wir sind hochanständige, normale Menschen und nicht so ein verlotterter, moderner Pornohaufen, wie man hier ja lebhaft sieht in Berlin! An jeder Litfaßsäule, im Fernsehen, am Kiosk! Überall diese Lügenpropaganda!

FA: Noch einmal langsam. Sie haben eine Tochter, – aber weder Sie noch Ihre Frau hatten je…
HW: Sagen Sie es nicht! Sagen Sie das Wort nicht! Lisai, halt Dir die Ohren zu!

FA: Lisa, Du kannst auch… Lisa? Lisa! Lisa, Du kannst einfach auch in Deine Klasse gehen!
HW: Nein, nein, nein! So haben wir nicht gewettet! Das sagen Sie nur, damit Sie hier ohne Zeugen so schweinische Wörter gebrauchen können, mit denen Sie unsere Kinder verderben!

FA: Na gut. Wie Sie wollen. Herr Hengstler, wenn Sie keinen… wenn Sie nicht… Anders ausgedrückt: Wie haben Sie denn ihre Tochter bekommen?

HW: Na, so wie jeder anständige, normale Mensch. Wie eine normale deutsche Familie halt! Wir fallen nicht auf diese ganzen schweinischen Lügen herein! Wir nicht!
FA: Und wie ging das dann bei Ihnen vonstatten?
HW: Na ja. Ganz normal halt. Wir haben uns kennengelernt. Meine Frau und ich.

FA: Und Sie fanden sich attraktiv?
HW: Attraktiv? Was hat das denn damit zu tun? Wir waren uns sympathisch!
FA: Und dann?
HW: Wir haben viel geredet. Und gemeinsame Pläne geschmiedet.
FA: Gut. Und dann?

HW: Na ja, so wie alle anderen halt auch. Sie wissen schon. Dann sind wir zusammengezogen.
FA: Aha.
HW: In ein kleines Reihenhäuschen. Mit Kamin aber! Das schon…
FA: Aha.
HW: Und dann… dann haben wir…
FA: Sie haben?
HW: Eine Haftpflicht-Versicherung abgeschlossen. Man muss ja schließlich auch an die Zukunft denken…
FA: Ach?

HW: Und dann haben wir, ganz normal, beide…
FA: Jetzt wird’s interessant!
HW: Beide einen Bausparvertrag unterschrieben, so wie sich das eben gehört…
FA: Ach so. Und weiter.
HW: Und ich habe gearbeitet und meine Frau hat sich um’s Haus gekümmert.
FA: Und dann?

HW: Dann? Na, wir haben beide ein bisschen an Gewicht zugelegt. Völlig normal.
FA: Und Lisa?

HW: Dann kam Lisa.
FA: Wie? Einfach so?
HW: Einfach so.
FA: Kein Geschrei? Keine Wehen? Keine hastige Fahrt ins Krankenhaus?

HW: Nein. Ganz normal. Ich komme ganz normal am Morgen die Treppe runter und da war der Lisa.
FA: Aha… Und was haben Sie dazu gesagt?
HW: Ich habe gesagt: Ach! Haben wir jetzt ein Baby?
FA: Und Ihre Frau hat was gesagt?

HW: „Ja,“ hat sie gesagt. „Es heißt Lisa“, hat sie gesagt. Und: „Kannst Du die Zeitung mitnehmen?“
FA: Und sie fanden nicht, dass das irgendwie ungewöhnlich ist?
HW: Doch! Jetzt, wo Sie’s sagen!
FA: Also doch!
HW: Ja, normalerweise holt nämlich meine Frau die Zeitung immer!

FA: (seufzt etwas) Also, Sie hatten keinen…
HW: Aufpassen!
FA: (trotzig) Sie hatten keinen Geschlechtsverkehr…
HW: Also sowas! Ich hab‘ Sie doch gerade eben noch gewarnt!

FA: Ihre Frau war nie schwanger und plötzlich war das Baby da?
HW: Baby? Nein! Igitt! Wie kommen Sie denn darauf? Babies gehören doch auch zu Ihrer seltsamen bekifften Pornoverschwörung!

FA: Kein Baby? Wie alt war denn Lisa, als Sie ihn das erste Mal gesehen haben?
HW: Na, sie war noch gar nicht alt!
FA: Und wie groß?
HW: Keine Ahnung. Vielleicht fünfzig Zentimeter?
FA: Und hat sie schon reden gekonnt?
HW: Nein! Sie hat nur Sabbern gekonnt!

FA: Und ist sie selber auf die Toilette gegangen?
HW: Natürlich nicht! Sie ist überhaupt nicht selber gegangen! Sie ist noch nicht einmal gekrabbelt!
FA: Sondern?
HW: Na, sie hat in ihre Windeln gemacht!

FA: Herr Hengstler. Einen kleinen Menschen, der noch nicht gehen kann und nicht reden kann und in seine Windeln kackt und fünfzig Zentimeter groß ist, den nennt man Baby!

HW: Ha! Schon wieder diese Lügerei! Wenn es so wäre, wenn jedes Elternpaar so ein Baby bekommen würden, und das schon immer so wäre, warum hat das dann bitteschön einen so scheiß-modernen englischen Namen, bitteschön?

FA: Ach, mein Gott! Das weiß ich doch nicht! Nennen Sie das halt Neugeborenes! Das tut doch nichts zur Sache!
HW: Neugeborenes. Das hat etwas.

FA: Herr Hengstler, hat ihre Frau eigentlich schnell abgenommen, nachdem auf einmal Lisa da war?
HW: Hm. Ja, das hat sie. Jetzt, wo Sie das sagen…
FA: Herr Hengstler. Ich würde jetzt gerne doch die Lisa in den Unterricht schicken und Ihnen ein paar persönlichere Fragen stellen. Einverstanden?

HW: Äh… Na gut.

FA: Lisa? Lisa? Lisa! Du kannst jetzt doch in Deine Klasse gehen, o.k.? Wir schaffen das hier schon!
HW: Ja, Lisa. Geh‘ nur in Deine Klasse!
(Tür)

FA: Herr Hengstler. Ich muss jetzt ganz persönlich werden. Aber ich verspreche Ihnen, dass das Gesagte unter uns bleibt. Einverstanden?
HW: Äh. Also… Das ist mir aber unangenehm.
FA: Sie besitzen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Organ, dass Sie täglich dazu verwenden, um Ihren Urin abzuschlagen?

HW: Wie bitte?
FA: Zu… urinieren. Ich meine… pinkeln.
HW: Ach so. Ja. Klar. Moment! Sie wollen mich jetzt aber nicht mit Porno-Gerede irgendwie verführen, oder?
FA: Glauben Sie mir, ehrlich, nichts liegt mir ferner! (seufzt)
(Pause)
FA: Und Sie wissen auch, dass Ihre Frau nicht über das gleiche Organ verfügt?
HW: Ja. Das weiß ich. Aber mir ist Ihre Fragestellung unangenehm!

FA: Mir auch, Herr Hengstler. Mir auch. Und ich mache diesen Beruf schon wirklich lange.
HW: Sie unterrichten schon lange Pornografie? Dachte ichs mir doch…
FA: Nein, ich unterrichte schon lange Kinder. Und auch, obwohl der Erziehungsauftrag des Staates eigentlich an dieser Schule mit dem Abitur erfüllt ist, auch deren Eltern.

HW: Das verbitte ich mir! Ich bin ein völlig normaler Mensch, ich brauche keinerlei Unterricht von Ihnen!
FA: Schon gut, Herr Hengstler. Schon gut.

FA: Passen Sie trotzdem bitte kurz auf! Es kommt vor… Manchmal ergeben sich Umstände… Ähm. Zu bestimmten Gelegenheiten kann es vorkommen, dass Sie und Ihre Frau… Dass Sie also… Also, ihr Organ zum Urin-Abschlagen und das Organ Ihrer Frau…

HW: Na, jetzt bin ich ja gespannt!
FA: Das Sie zwei diese Organe zusammenführen, sozusagen. Wissen Sie, was ich meine?
HW: Zusammenführen? Nee, noch nicht so richtig…
FA: Na ja, also Ihr Organ passt dann irgendwie in das Organ Ihrer Frau…

HW: Ach so! Ha! Lustig! Ich weiß jetzt, was Sie meinen!
FA: Ach! Das ist ja schön! Was meine ich denn?
HW: Na, Sie meinen Ficken!
FA: Äh…
HW: Bumsen! Vögeln! Rein-Raus-Spiel! Das meinen Sie doch?

FA: Ja, das meine ich schon… Irgendwie…
HW: Und was soll diese Frage, ob meine Frau und ich ficken? Wollen Sie wissen, wie oft oder warum kommen Sie jetzt auf dieses Thema?
FA: Nein, nein, nein, nichts läge mir ferner!

HW: Oder wollen Sie vielleicht mit-ficken?
FA: Wie bitte?
HW: Na ja, einmal die Woche sind wir in diesem Swinger-Club. Und da rammelt jeder mit jedem, dass die Matratzen nur so quietschen vor Freude, so feucht werden da die Muschis und so hart werden die…

FA: Also, Herr Hengstler, ich muß schon sehr bitten!
HW: Und meine Frau, die ist eine der Schärfsten, das können Sie glauben! Wenn die erst einmal so richtig loslegt hohohoo, dann kriegt das die ganze Nachbarschaft…
FA: HERR HENGSTLER!

HW: Ja. Was gibt es?
FA: Herr Hengstler! Hören Sie bitte einmal ganz genau zu. Ich habe Ihnen ‚was Wichtiges mitzuteilen. (sehr deutlich) „Geschlechtsverkehr“ ist nur das anständige Wort für „Ficken“!

HW: Wie bitte?
FA: Ficken, Bumsen und Vögeln ist haargenau das gleiche wie „Geschlechtsverkehr“!
HW: Was? Im Ernst?

FA: Völliger Ernst. Und ich würde mich wirklich freuen, wenn Sie mir weitere Details aus Ihrem Geschlechtsleben ersparen würden.
HW: Geschlechtsverkehr? (Pause) Aber was ist denn daran schlecht?
FA: Was?
HW: Ge – schlechts – Verkehr? Und genau! Was hat das denn mit dem Verkehr zu tun?

FA: Herr Hengstler! Glauben Sie mir einfach! Geschlechtsverkehr ist Ficken.
HW: Na dann! Na… Da bin ich ja erleichtert!

FA: Gut. Freut mich.
HW: Und ich dachte schon, Sie würden meiner Tochter irgendeinen Schweinekram…
FA: Herr Hengstler, wenn Sie mich jetzt weiter den Unterricht vorbereiten lassen würden, dann würde ich mich wirklich freuen.

HW: Was? Aber sicher! Also, ich muß mich dann wohl bei Ihnen entschuldigen!
FA: Kein Grund zur Entschuldigung! Ich bin froh, dass wir das aus der Welt schaffen konnten!

HW: Ich hätte da noch eine Frage!
FA: Wenn es sein muss…
HW: Sie wissen nicht zufällig einen Fachmann, wo man hingehen kann, wenn sich etwas am Körper entzündet?
FA: Wie bitte?

HW: Na, ich habe da eine ringförmige, metallische Körpermodifikation, (Sie wissen schon gell), zwischen der Innenseite des Sphinkters und dem Perineum, um das herum sich das Bindegewebe…
FA: Herr Hengstler, ich muss sie bitten, jetzt zu gehen!
HW: Gut, gut! Geh‘ ja schon! Vielen Dank noch einmal!

(Tür, Schublade, Flaschenverschluss, Gluckern…)
FA: (genießerisch) Ahh!
FA: Unn-glaublich! Ein Analpiercing hat der geile Bock! Ja, leck‘ mich doch am Arsch!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.