Oma Krauses Dämon



Das wirklich Drollige an Serien wie „Buffy“ oder „Supernatural“ ist ja die Vorstellung, es gäbe mächtige Lebewesen außerhalb unserer Dimension, die sich aber beschwören lassen, wenn man nur das richtige Symbol auf den Boden malt. Sehr mächtig, kann ich nur sagen…

Wenn dem so wäre, dann müsste es doch auch geschehen, dass eine unwissende Person einen Dämon oder Geist oder Vampir beschwört, ohne die Absicht gehabt zu haben. Dämon per Zufallslieferung!

So ähnlich geschieht es in unserem heutigen Hörspiel, als Oma Krause nichtsahnend an einer Häkeldecke für ihren Enkelsohn arbeitet, als sie plötzlich ganz unerwartet Besuch bekommt. Oder täuscht das Bild?


Download der Sendung hier.
Musiktitel: „Woke Up With the Blues“ von Deep Sea Gypsies / CC BY-NC-SA 3.0


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Skript zur Sendung

„Was zieht an mir? Wer wagt es, mich zu rufen?“ dachte Lucifuge Rofocalus, als er spürte, wie er beschworen wurde.

Er war die rechte Hand Lucifers, er war für die Ordnung in der Hölle zuständig! Schon seit Jahr-Zehntausenden wachte er über die Legionen von Legionen von Dämonen und bösen Geistern – und jetzt das?

Er war sozusagen der Polizeichef des Teufels. Der Vorgesetzte des Kelipot Safariel, der 17te Wächter der 20 Anführer der 200 gefallen Engel. Ein Sephirot der dritten Sephira Binah.

Er konnte die Gabe des dritten Auges verleihen und Menschen das Licht Lucifers sehen lassen.

Und jetzt spürte er, wie eine mächtige Beschwörung an seinem Leib zog. Er richtete sich zu seiner vollen Größe von über drei Metern auf und spannte jeden der riesigen Muskel an seinem Leib, so dass die schwarze, glatte Haut sich spannte und seine Augen zu glühen begannen.

Während er sich der Beschwörung mit aller Macht widersetzte, sah er aus dem Augenwinkel, wie Astaroth, der faul zu Füßen Satans lag, müde lächelte, als er sich langsam auflöste.

Welch‘ mächtiger Magier mag den Meister der mystischen Magie und des mordenenden Mobs mit menschlichen Mitteln mitten im Monolog…

Bevor die Alliteration noch zu Ende gesponnen war, war der Körper von Lucifuge Rofocalus aus der Hölle verschwunden. Die Luft füllte das plötzliche Vakuum mit einem sanften Zischen.

SFX: Apparition

„Wer wagt es, mich, Rofocalus, der das Licht selber bannt, zu beschwören?“

So dröhnte der mächtige Dämon, als er in unsere irdische Dimension befohlen wurde. Wenn das wieder so blöde Studenten waren, die völlig bekifft beim Gläserrücken irgendetwas daherbrabbelten, das seinem Namen nur gerade mal so eben ähnelte, dann würde er deren Seelen genüßlich in den kältesten Regionen der Hölle tiefgefrieren, in Eiswürfel hacken und den Sündern im ewigen Feuer auf die gepeinigten Leiber werfen.

Vielleicht waren es Möchtegernhexen, die aus Versehen eine funktionierende Abschrift von Salomons Schlüsselchen erwischt haben und ihn jetzt in ein Bronzegefäß zaubern wollen, damit er ihnen zu Willen ist! Diesen frechen Weibern würde er eindrucksvoll beweisen, dass man so nicht mit einem der sieben Prinzen der Hölle verfährt! Das würden sie schon merken, während er ihr Blut ganz, ganz langsam zum Kochen bringen würde, ohne sie dabei sterben zu lassen!

„Wer ruft mich!“ Dröhnte er noch einmal. Dieses Mal ein bisschen lauter.
„WER…“ Das ist jetzt dann so ungefähr das maximale Dröhnen. Aber es reagierte trotzdem niemand…

Also schaute sich Rofocalus erst einmal um. Er stand mitten im kleinen Wohnzimmer einer kleinen Wohnung. Die Decke war so nieder, dass er mit seinen mächtigen Widderhörnern anstößt. Seine Körpermasse hatte den Couchtisch unter sich zerdrückt.

Auf selbigem lag eine schwarze Häkeldecke mit den mächtigen Symbolen aus der Ars Goetia. Genau die richtigen Symbole. Und genau auf seinem persönlichen Siegel war ein Blutopfer gebracht worden.

Die Luft roch nach Lavendel. Und da war noch ein Geruch… Was war das?
Ah! Naphtalin. Mottenkugeln. Und Holz. Glimmendes Holz.

Im kleinen Schwedenofen brennt ein Feuerchen, darum ist es sehr, sehr warm in der kleinen Wohnung.

In der Ecke tickt eine Wanduhr vor sich hin. Und eine schwarze Katze auf dem Sofa räkelt sich und zeigt keinerlei Respekt beim Anblick seiner imposant großen teuflischen Gestalt.

Um sich erst einmal umschauen zu können, läßt er sich auf zwei Meter schrumpfen. Er entdeckt noch einen Käfig mit einem Wellensittich, einen Zeitschriftenständer und zwei bequeme Ohrensessel. Auf einem liegt Häkelzeug.

Während er mit seinen Nüstern an den Nadeln schnüffelt, ertönen hinter ihm sehr sanfte, leichte Schritte. Eine winzige Person in einer großen, grauen Strickjacke schlurft in das Wohnzimmer.

Und steuert auf den Ohrensessel zu, als sie plötzlich den immer noch riesigen, muskelbepackten Dämonen erblickt. Eine Häkelnadel fällt zu Boden. Man kann das hören!

FA: „Mein Gott, Heiko! Was hast Du mich erschreckt! Kannst Du das nächste Mal bitte anklopfen, bevor Du reinkommst? Das war ja jetzt eine Überraschung! Mir wäre beinahe mein kleines Herzchen stehen geblieben vor Schreck!“

„Aber schön, dass Du endlich einmal vorbeischaust! Das freut mich wirklich sehr! Wir haben uns ja schon Jahre lang nicht mehr gesehen!“

Die kleine weibliche Person wirkte in den Augen des Dämonen sehr, sehr zerbrechlich und war wahrscheinlich für menschliche Verhältnisse sehr alt. Was sie aber nicht davon abhielt, Lucifuge Roficalus in ihre Arme zu schließen und fest zu drücken!

FA: „Ich bin so froh, dass Du einmal gekommen bist, lieber Heiko! Und Du bist so groß und stark geworden! Du bist jetzt ein richtiger Mann! Zugegeben, Du riechst ein bisschen streng. Woher kommt dieses Schwefelaroma denn? Geht das beim Duschen weg?“

HW: „Äh….“

FA: „Und ganz in schwarz! Ich weiß schon, das ist bei euch jungen Menschen so eine Mode, stimmt’s? Das hat schon Deine große Schwester in ihren Briefen angedeutet. Die ist nämlich die Einzige, die ab und zu noch schreibt.“

„Dein Vater und Deine Mutter, die haben wohl endgültig mit mir gebrochen, glaube ich, Heiko. Die antworten auf keinen meiner Briefe mehr. Und ich schreibe jeden Monat einen neuen – wer wäre ich denn, einfach aufzugeben?“

„Und Dir schreibe ich auch. Aber Du bist ja erst 16 Jahre alt und in eurer Generation ist das nicht so üblich mit dem Briefeschreiben. Sagt Deine Schwester. Die meinte, Du würdest eher auf Wods-Ap reagieren.“

„Und dann hab‘ ich dieses „Wods-Ap“ im Lexikon nachgeschaut. Ist da aber gar nicht drinnen! Kannst Du Dir das vorstellen? Eine nagelneue Enzyklopädie, ist glaub‘ ich von 2006 und dieses Wods-Ap ist da noch nicht einmal drinnen!“

„Aber ich rede und rede und wahrscheinlich denkst Du jetzt, ich wäre schrullig! Dabei mache ich das nur, um zu überspielen, dass ich furchtbar aufgeregt bin, weil Du da bist! Und weil ich mich so freue. Und weil ich Dich halt nicht mit der Freude einer alten Frau überfordern will! Verstehst Du? Ist ein bisschen kompliziert, gell?“

„Na ja, eigentlich wollte ich mir gerade ein Pflaster holen, als ich dieses komische Geräusch gehört habe. Als ob der Couchtisch zerbrochen wäre. Was er ja auch ist. War auch nicht mehr der Jüngste, so viel ist sicher. Hast Du versucht, Dich auf den draufzusetzen, oder?“

HW: „Äh. Was? Ach! Der Tisch? Äh… Tut mir…“

FA: „Na, Donnerwetter! Du hast aber eine tiefe Stimme bekommen! Das letzte Mal hast Du noch geklungen wie Heintje und jetzt wie Ivan Rebroff! Das ist ja erstaunlich, wie schnell das geht! Du bist doch sechzehn oder haben wir uns schon länger nicht mehr gesehen?“

HW: „Äh…“

FA: „Lass‘ mich einmal nachrechnen… (grüblerisch: Ich nehme ‚mal die Decke hier mit, bevor ich noch mehr draufblute…) …ach herrje! Ich blute hier ja alles voll! Ich muss mir erst einmal ein paar Pflaster holen, Heiko! Ich habe mich beim Häkeln doch glatt mit meiner Schere geschnitten! Kannst Du Dir das vorstellen? Das ist, weil ich meine Brille verschmissen habe! Und ohne die Brille kann ich die Brille nicht finden!“

„Wenn Du also die Brille siehst, dann sag‘ mir bitte Bescheid! Ich gehe mal ins Bad und hole mit ein oder zwei Pflaster. Wenn Du Dich in der Küche noch auskennst, dann könntest Du ja Wasser aufsetzen! (ins Off) Wie der Teufel es so will, habe ich gerade gestern einen Kuchen gebacken!“

Lucifuge bezweifelte, dass sein Boss mit dem Kuchengebacke der Oma irgendwas zu tun hatte. Das war wahrscheinlich nur eine menschliche Redensart. Und er sah die Brille der ältlichen Frau. Sie lag, aus irgendeinem Grund im Käfig des Wellensittichs.

Doch, wenn sie die Brille wieder benutzen würde, dann würde sie unweigerlich erkennen, dass er ein Prinz der Hölle war und nicht ihr Enkelkind Heiko. Und dann würde er sie töten müssen. Dabei hatte ihn diese Umarmung irgendwie…

…ich meine, Dämonen umarmt niemand. Niemals. Das ist einfach nicht vorgesehen.

Bevor er also weitere Maßnahmen ergriff, würde er einfach einmal mitspielen. Und deswegen trollte er sich jetzt auch in die Küche der alten Menschenfrau. Und er nahm mit mächtigen Pfoten den Wasserkocher, öffnete mit zwei Klauen vorsichtig den Deckel, drehte am Wassehahn und füllte den Wasserkocher.

Er durchsuchte den Hängeschrank und wählte zwei Teller, zwei Unterteller und zwei Tassen.

FA: „(aus dem Off) Da bin ich wieder! Kannst Du mir einmal helfen, Hendrik? Ich kriege ohne die Brille einfach die Pflaster nicht auf. Das ist ja mittlerweile auch so kompliziert. Früher hatte man da eine Rolle und hat soviel abgeschnitten, wie man brauchte. Jetzt hat man eine Packung mit lauter verschiedenen Pflastern, aber brauchen kann man nur die lange. Für ‚was die dreieckigen gut sein sollen, das ist mir ein Rätsel…“

„So. Danke. Ja, so ist es gut! Das machst Du aber sehr behutsam! Soviel Zärtlichkeit hätte ich von so einem Klotz von Mann gar nicht erwartet! Danke!“

HW: „Äh… Ich habe…“

FA: „Und Geschirr hast Du auch schon hergerichtet! Das ist toll! Ach, ich kann Dir gar nicht sagen, wie toll ich das finden würde, wenn sich Männer und Frauen diese blöde Hausarbeit wirklich teilen würden! Ich habe ja immer ganz gerne geputzt, zugegeben, aber mein Hendrik auch, Gott hab‘ ihn selig…(sehr gerührt)“

HW: „Ja, das tut mir leid…“

FA: „Ach. Das muss Dir nicht leid tun! Kannst Du ja nichts dafür! Ich habe das immer noch nicht so richtig verkraftet, dass mein Hendrik tot ist. Auch wenn es schon fast zehn Jahre her ist. Aber in meinem Alter, da ist dann zehn Jahre auch nicht mehr viel, musst Du wissen…“

„Lass‘ Dich noch einmal drücken, mein kleiner Heiko! Ich bin so glücklich, dass Du einmal gekommen bist! Ist ja auch nicht wirklich weit, oder? Einfach über die Straße! Das ist nicht so schwierig! Ich würde ja auch selber kommen, aber Deine Eltern machen mir einfach nicht mehr die Türe auf!“

„Das habe ich ein paar Mal versucht, aber nach dem zehnten Mal kommt Dir das dann auch komisch vor, musst Du wissen. Und es gibt ja kein Recht der Großeltern, ihre Enkel ‚mal sehen zu dürfen! Gibt’s einfach nicht.“

„Ach jaa, seitdem Deine Eltern so fanatische Zeugen Jehovas geworden sind, bin ich wohl kein guter Einfluss mehr auf Dich. Das befürchten sie wohl. Keine ehrbare Frau, meinen Sie wohl. Aber wir haben nicht in den Fünfzigern und Sechzigern für die Rechte der Frauen gekämpft, bloß um jetzt, im Alter, auf einmal kleinlaut aufzugeben, verstehst Du?“

„Aber ich will Dich auch gar nicht indoktrinieren, tut mir leid, wenn ich Dich jetzt da schon wieder überfordere. Es ist nur, weil ich so froh bin, dass Du da bist! Und weil ich Dich so lieb hab‘! Du warst schon ein ganz besonderes Baby und ein so sensibler kleiner Bub! Da hatte ich immer Angst, dass das kaputt geht in Dir, verstehst Du?“

HW: „Ich verstehe. Sehr gut verstehe ich das.“

FA: „Oops! Ich muss immer noch erschrecken, wenn ich Dich reden höre! Na gut, jetzt ist der Kaffee gleich fertig. Vielleicht nimmst Du das Tablett einfach mit und… ach herrje… wo stellen wir das jetz drauf? Ich meine, der Couchtisch hat ja seine besten Tage hinter sich…“

HW: „Das haben wir gleich. Der steht gleich wieder!“

FA: „Meinst Du? Ist der nicht Kleinholz?“

HW: „Mensae iubeo supponit recte stare!“

FA: „Wie bitte? Was hast Du gesagt?“

HW: „Der Tisch steht wieder aufrecht!“

FA: „Das ist ganz toll! Dann bringe ich den Kuchen! Setz‘ Dich bitte in Hendriks Sessel, Heiko! Das ist übrigens ein Zitronenkuchen. Ich glaube, Du magst den. Ich habe auf den fertigen Kuchen noch einmal Zitrone geträufelt und die Glasur, die ist doppelt so dick wie man das eigentlich macht.“

„Weil, jetzt, wo ich ganz alleine lebe und mich niemand mehr besuchen kommt, da reicht der Kuchen immer fast zehn Tage. Und da muss man darauf achten, dass er nicht zu trocken wird. Hier, ich gebe Dir ein ordentliches Stück!“

„So, lass‘ es Dir schmecken. Ich muss Dir etwas gestehen, mein Lieber. Jetzt, wo Du praktisch schon erwachsen bist. Ich finde das, was diese Zeugen Jehovas glauben, nicht gut. Tut mir leid. Ich würde mich wirklich freuen, wenn Du nicht auch noch auf diesen Unsinn reinfallen würdest…“

HW: „Das ist eine Sekte ohne Macht über die Elemente oder die Seelen oder die Geister.“

FA: „Das glaube ich auch. Die haben irgendwie keinen Zauber und keine Poesie. Da fehlt etwas ganz und gar komplett. Deren trockene Art und Weise hat keine, keine…“

HW: „Magie?“

FA: „DAS ist es! Das Wort hab‘ ich gesucht! So ist es!“

„Aber eigentlich ist mir das nicht so wichtig. Wichtig ist mir nur, dass Dich Deine Eltern mit ihrem Blödsinn nicht zu sehr von der Natur und der Welt und der Ehrlichkeit und der Wahrnehmung und den Gefühlen entfernen, wenn Du weißt, was ich meine…“

HW: „Ich verstehe sehr genau.“

FA: „Denn, Du musst wissen, allem, wirklich allem, wohnt ein besonderer Zauber inne. Eine kleine Magie. Selbst dem Zitronenkuchen, den Du da gerade isst. Der gerade im Moment ein Teil Deines Körpers wird. Das ist ein Wunder! Über das man nicht genug staunen kann! Diese ganze Schöpfung ist ein einziges Wunder!“

HW: „Das ist wohl wahr!“

FA: „Und, wenn man so sensibel bleibt, wie man nur kann, dann kann man auch spüren, was dieses Wunder im Innersten antreibt. Welche Energie hinter dem allem steht. Das merke sogar ich, die ich keine religiöse Frau bin. Weißt Du, welche Energie ich meine?“

HW: „Der Odem?“

FA: „Der was? Nein! Du klingst aber altmodisch! Nein, es ist viel einfacher! Es ist die Liebe! Das klingt kitschig. Und das behauptet ja auch die komische Übersetzung der Bibel, die Deine Eltern da so fleißig studieren. Aber die studieren so viel, dass sie das lieben vergessen! Das aber, das darf nicht passieren!“

„Erst die Praxis, dann die Theorie. Verstehst Du, mein kleiner Heiko?“

„Hab‘ ich Dir übrigens gesagt, dass ich ein Geschenk für Dich habe? Zu Deinem Geburtstag in vier Wochen? Ist gerade heute fertig geworden! Wie es der Teufel so will!“

Der Prinz der Hölle balancierte gerade die winzige Kuchengabel mit dem Zitronenkuchen in sein mit Fangzähnen gespicktes Höllenmaul, als die kleine, zerbrechliche Frau ihm die Häkeldecke mit den magischen Symbolen um die Schultern legte. Plötzlich war sich Lucifugus nicht mehr ganz sicher, ob nicht doch der Teufel etwas mit der Sache zu tun hatte.

FA: „Ich habe mir in der Bücherei dieses Buch ausgeliehen mit den satanischen Symbolen. Weil Deine Schwester meinte, so etwas würde Dir gefallen. Das wäre irgendwie Goff. Oder Goss. Oder so ähnlich. Und Mättel. Goss Mättel. Was immer das bedeutet. Und dann habe ich einfach die schönsten Symbole genommen und die Decke gehäkelt! Für Dich! Gefällt Sie Dir?“

HW: „Die Decke… gefällt mir… sehr, sehr gut. Noch nie hat jemand extra etwas für mich hergestellt! Eigentlich hat mir noch niemals jemand in all den Jahrtausenden, niemand jemals etwas… einfach so… geschenkt…“

FA: „Wirklich? Das freut mich aber sehr! Lass Dich noch einmal drücken, mein kleiner Enkelsohn! Ich freue mich wirklich sehr, dass Du endlich einmal vorbeigeschaut hast!“

Auf dem Weg zu dem Prinzen der Hölle nimmt die kleine Frau die leere Schachtel mit den Einweg-Kontaklinsen vom Couchtisch, zerdrückt sie heimlich und steckt sie in ihre Schürze.

Als sich der Dämon und die Oma in den Arm nehmen, tut wiederum das Wesen der Hölle so, als hätte es die Schachtel nicht längst schon bemerkt.