Jim und Tammy

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James und Tammy Bakker sind die Moderatoren einer erfolgreichen Sendung im religiösen Sender „God-TV“. Diese heißt „Jesus, Bibel, Kinderseele“ und wir werden heute Zeuge der Ausgabe in der die Beiden berichten, wie man die Kinder vor Homosexualität schützen kann!


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Download der Sendung hier.

Musiktitel: „Hail Holy Queen“ aus Sister Act

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Die Geschichte zum Lesen

Tammy: Und das waren die glücklichen kleinen Teenager vom International Kids Village in Sydney, die schwören, alles zu tun, was der Herr von Ihnen will!

Jim: Hallo, mein Name ist Jim Bakker und wir sind wieder zurück bei „Jesus, Bibel, Kinderseele“. Der Herr hat mir den Weg gewiesen, so dass ich euch den Weg weisen kann! Amen! Heute haben wir ein besonders heißes Eisen als Thema!

Tammy: Und ich bin Tammy! Willkommen bei unserem kleinen Familienratgeber für Eltern, denen christliche Werte noch wichtig sind hier in unserem christlichen Fernsehsender ‘God-love-you-TV’.

Jim: Amen. Liebe Eltern, heute geht es um ein wirklich großes Thema, über das speziell Christen nicht gerne reden. Wir – Tammy und ich – haben gemeinsam fünfzehn Kinder nach dem Willen des Herren großgezogen.
Tammy: Davon sogar drei Jungs!
Jim: Und durch die Macht der Liebe unseres Herrn Jesus Christus …
Tammy: … der unsere Gebete erhört hat …
Jim: … ist keiner unserer Jungs homosexuell geworden.
Tammy: Amen! Gepriesen sei der Herr!
Jim: Amen!

Tammy: Liebe christlichen Eltern: Unsere heutigen Zeiten sind verwirrend. Selbst wir, die wir jeden Tag den Rat der Bibel suchen, sind manchmal überfordert mit den Informationen, die auf uns einprasseln.
Jim: Die modernen Medien sind, wollen wir einmal ehrlich sein, Sprachrohre für eine atheistische Welt. Gottlose Wissenschaftler bekommen überall die Möglichkeit, ihre bibelfernen Theorien zu verbreiten.
Tammy: Doch, und das ist das Traurige: Die einfache Botschaft unseres Herrn Jesus Christus, die verhallt ungehört. Es ist einfach zu leicht, nicht zu lieben.

Jim: Doch der Herr kann auch deutliche Worte sprechen in der heiligen Schrift. Er hat uns zum Beispiel klar gesagt, dass Homosexualität eine Todsünde ist!
Tammy: Was im Umkehrschluss auch klar beweist, dass unser Herr die Menschen nicht homosexuell erschaffen hat!
Jim: Denn sonst hätte er ja seinen Geschöpfen, die er liebt, keine Wahl gelassen!

Tammy: Doch Gott lässt uns immer die Wahl! Er ist gütig und hat uns frei geschaffen. Freie Menschen sind wir, nicht Sklaven unserer Gene. (Ins Off, böse) Das ist ja arschlangsam!
Jim: (Ins Off) Regie, den Teleprompter ein bisschen schneller! Seid ihr alle wieder bekifft?
Tammy: (ins Off) Diese Wichser, die denken wohl, wir würden die Dollars selber drucken!
Jim: (Lammfromm) Und so ist auch die Homosexualität letzten Endes eine persönliche Entscheidung.
Tammy: Egal, was Sie in den Medien gehört haben, sie können einfach auf Gott und die Bibel vertrauen!

Jim: Die häufigste Art, wie ein junger Mann homosexuell wird, ist durch den Kontakt mit anderen Homosexuellen.
Tammy: Bringt ihr Sohn einen Homosexuellen mit nach Hause, dann handeln Sie besser nicht unbedacht! Seien Sie vorbereitet!

Jim: Reden Sie mit dem Verirrten über die Botschaft Gottes. Lesen Sie gemeinsam mit der verlorenen Seele in der Bibel, denn den Armen trifft …
Tammy: … denn Homosexuelle fürchten die Bibel wie der Teufel das Weihwasser!
Jim: … äh, ja? Ist das so?
Tammy: Aber natürlich, Jimmy-Darling!

Jim: Gut. Wenn Du das sagst, Tammy-Darling. Na ja, wichtig ist es, den Kontakt zu kontrollieren, denn schwul wird man sozusagen durch Ansteckung!
Tammy: Wenn man nämlich von einem Schwulen gebissen wird.
Jim: … was? Beißen? Bist Du sicher, dass das eine homosexuelle Praxis ist?
Tammy: Absolut sicher, mein Liebling. Wird ihr Sohn von einem Schwulen gebissen, dann wird er selber schwul, da gibt es keinen Zweifel und da gibt es auch keine Heilung!

Jim: Äh. Wenn Du das sagst, Tammy-Darling. Aber es gibt Mittel und Wege, den Kontakt zu vermeiden. Sozusagen präventiv tätig zu werden. Stimmt’s, Tammy?
Tammy: Ja, so ist es, Jimmy-Darling! Denn Schwule halten sich am liebsten an bestimmten Orten auf!
Jim: Genau. Dämmerige Techno-Clubs …
Tammy: Friedhöfe, verlassene Burgen, leere Gruften, Kellergewölbe …

Jim: … wirklich? Das wusste ich gar nicht. Woher… Äh, Tammy … Na ja, egal. Das liegt daran, dass Schwule bestimmte Dinge nicht ertragen können!
Tammy: Wie zum Beispiel Sonnenlicht. Das können Schwule nicht ertragen!
Jim: Tammy, ich bin ein bisschen verwirrt. Bist Du sicher, dass Du weißt, was Homosexualität ist?

Tammy: Aber sicher, Jimmy-Darling! Ach, wenn wir schon dabei sind: Schwule fürchten sich auch vor Knoblauch. Sie hassen Knoblauch!
Jim: Tammy-Darling, mein Herz. Meinst Du nicht vielleicht doch eher statt Schwulen vielleicht – ist nur so ein Gedanke – äh, Vampire?
Tammy: (lacht falsch) Unsinn, James. Jeder weiß doch, dass es keine Vampire gibt! Du beliebst zu scherzen!

Jim: Ach. Äh. Wo waren wir? Ach ja. Also, passen Sie auf, liebe Eltern! Seien Sie auf der Hut! Schwule erkennen Sie leicht daran, dass sie sehr gut gepflegt sind und einen ausgeprägten Hang zur Mode haben. Eitelkeit ist eines der Symptome von Homosexualität!
Tammy: Aber, Jimmy-Darling, das ist doch nur ein dummes Vorurteil! Das Gegenteil ist wahr!
Jim: Schwule sind schlecht gepflegt?
Tammy: Genau! Denn zum einen sind sie oft Jahrhunderte alt und zum anderen: Schwule haben kein Spiegelbild!

Jim: Tammy-Darling, es tut mir leid. Aber ich bin mir sicher, Du redest von Vampiren!
Tammy: Noch einmal, Jimmy-Darling: Es gibt keine Vampire! Schwule hingegen sind sehr real! Und eine Gefahr für gläubige Christenmenschen!
Jim: Ich bin mir nicht ganz sicher, wo Du Deine Informationen her hast, aber …
Tammy: James, es ist ein Fakt. Es hilft nicht, die Augen zu verschließen. Wenn wir Christen untätig bleiben, dann werden noch alle Männer in Deutschland zu blassen, blutsaugenden Schwulen.
Jim: Das mit dem Blutsaugen sagst Du immer wiedern, aber ich glaube wirklich …

Tammy: Aber sollte ihr Sohn in die Fänge der Schwulen geraten sein, müssen Sie nicht gleich die Flinte ins Korn werfen!

Jim: Äh, ja. O.k. Denn unser Herr gibt keines seiner Schafe auf!
Tammy: Die Liebe Gottes findet einen Weg, wenn nur ihr Glaube stark genug ist.
Jim: Beten Sie mit ihrem Sohn! Bitten Sie den Herren Jesus Christus um Beistand. Er allein hat die Macht ihr Kind zu heilen.

Tammy: Vergessen Sie auch nicht, einen Pfahl zu spitzen!
Jim: Einen Pfahl zu spitzen? Wieso das denn?
Tammy: Um das verwirrte Kind zu heilen, mein kleiner, unschuldiger Jimmy!
Jim: Mit einem Pfahl?
Tammy: Ein Holzpfahl, durch’s Herz gebohrt, ist die einzige Art, Homosexualität endgültig zu heilen!

Jim: Woh! Woh! Woh! Jetzt mach‘ aber ‚mal einen Punkt, Tammy! Du rätst Eltern ernsthaft ihre Kinder zu pfählen! Das könnte uns riesigen Ärger einbringen! Und das können wir echt nicht brauchen, jetzt, wo gerade die Steuerprüfung …

Tammy: (entschlossen) Du bist einfach zu gutgläubig, mein lieber James! Aber die Welt da draußen ist das Herrschaftsgebiet Satans! Das darfst Du niemals vergessen! Wir können als Christen nicht zimperlich sein.

Jim: Ich bin gutgläubig? Ich? Du hast doch keine Ahnung, wovon Du redest! Du weißt ja gar nicht, was Homosexualität ist. Du redest die ganze Zeit von Vampiren!
Tammy: James, jetzt werde nicht albern! Ich habe Dir schon zweimal gesagt, dass es Vampire überhaupt nicht gibt! Kennst Du nur eine einzige Stelle in der heiligen Schrift, in der von Vampiren die Rede ist?

Jim: Vampire? In der Bibel? Aber das beweist doch gar nichts! Von Smartphones oder Känguruhs oder Nutella steht auch nichts in der Bibel und das gibt es alles trotzdem!

Tammy: Du mit Deinem intellektuellen Zugang zur Schrift! Du wirst noch als Atheist enden! Man glaubt mit dem Herzen, Du Zweifler!
Jim: Ich? Ich bin kein Zweifler! Ich bin der Geschäftsführer dieses Senders! Weißt Du, was wir für einen Umsatz haben? Das ist doch kein Unsinn! Aber Du – Du redest Unsinn! Schwule in verlassenen Burgen! Die die Sonne fürchten!
Tammy: Weil sie dann zu Staub zerfallen! Da würdest Du Dich auch fürchten, mein kleiner Angeber! Bring‘ mal Deine Fakten auf die Reihe, bevor Du Dich hier aufführst!
Jim: Ich geb‘ auf. Lass‘ uns das einfach zu Ende bringen wie geplant!
Tammy: Du gibst auf?
Jim: Nein! Aber lass uns professionell sein! Wir haben Werbeeinspieler im Wert von sieben Millionen Dollar in der Sendung – wir dürfen uns da keine Blöße geben!
Tammy: Sieben? Bis jetzt hast Du immer gesagt, es wären 3,5?
Jim: Ach? Echt? Äh, nein. Das … das … das hätte ich Dir und dem Vorstand schon noch erzählt. Können wir jetzt?

Tammy: Na gut. Wo waren wir? Äh ja. Passen Sie also auf, liebe Eltern, welche Bücher ihr Sohn liest!
Jim: Und welche Filme er sieht. Denn es gibt durchaus Machwerke, die die Agenda der Homosexualität verbreiten wollen! Wie z.B. Brokeback Mountain …

Tammy: Oder Twilight!
Jim: Was? Im Ernst? Kann ein Film überhaupt mehr hetero sein?
Tammy: Aber der Hauptdarsteller ist schwul! Reicht Dir das nicht, Zweifler?
Jim: Der ist nicht … Das soll ein Vampir sein!

Tammy: Du bleibst beharrlich auf Deiner Verblendung bestehen, oder?
Jim: Ich geb’s auf! (Ins Off) Regie, wir hören hier auf! Ja, meine ich ernst, ich zahle eure Gehälter, oder? Cut, cut, cut!

Tammy: (ins Off) Hey, bleib hier! Wir müssen auch noch wegen der Einspieler reden! Wie? Du schmeißt alles hin? Was? Du wirst lieber schwul? Aber das kann man doch nicht einfach beschließen! Bleib hier, Du Betrüger!


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