I Love Parties!

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Partys gehören zum Leben. Für die einen ist es die größte Freude, für die anderen eine soziale Herausforderung. Gott sei Dank gibt es für Letztere jetzt eine neue, tolle App, die über die größten Hürden hilft: „I Love Parties!“.


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Download der Sendung hier.
Musiktitel: „I Hate Going to Parties“ von Link Lauren

Was denkst Du? Deine Meinung über diese Geschichte bei uns im Forum. (Nur für Sektenmitglieder)


Die Geschichte zum Lesen

FA: (amerikanisch freundlich) Willkommen bei „I Love Parties“! Mein Name ist Sally, wie kann ich Dir helfen?
HW: (flüstert, Halleffekt) Hi! Ich bin Andi! Ich bin auf einer Party und ich brauche Hilfe!
FA: Hallo Andi! Da bist Du hier genau richtig! Bist Du denn schon bei uns registriert?
HW: Nein. Ein Kumpel hat mir von euch erzählt und dann … Na ja, ich habe mir die App gerade erst geholt!

FA: Das finde ich großartig, Andi. Eine gute Idee! Aber bevor ich Dir helfen kann, musst Du Dich erst registrieren!
HW: Aber es ist ein Notfall!
FA: Es ist immer ein Notfall, Andi! Die Registrierung geht ganz schnell und ich kann Dir sicher weiterhelfen, versprochen! Das wird eine tolle Party für Dich!
HW: Fuck! Okay, dann melde ich mich gleich wieder!

FA: Bis dann, Andi! Ich hoffe, Du hast Deine Kreditkarte dabei?
HW: Ja, schon. Wieso? Wie viel kostet euer Service denn?
FA: Wir berechnen Dir zehn Euro, Andi.
HW: Für den Anruf?
FA: Für die Minute Partyconsulting.
HW: Wow! Das ist aber teuer!
FA: Andi, wenn wir zusammenarbeiten, dann wird diese Party für Dich eine unvergessliche Erinnerung! Das wirst Du noch Deinen Enkeln erzählen! Das kann man normal nicht mit Geld bezahlen!
HW: So gesehen …

Intro

FA: Willkommen bei „I Love Parties“! Mein Name ist Sally, wie kann ich Dir helfen?
HW: Hi! Ich bin’s wieder! Der Andi von vorhin!
FA: Hallo Andi! Schön, dass Du Dich durchgerungen hast, Dein Leben um eine schöne Erinnerung zu bereichern! Wie ist denn Deine Mitgliedernummer?
HW: Keine Ahnung …
FA: Steht auf dem Display.
HW: Wie. Ach so. Moment. (Off) QTG658742
FA: Okay. Ich sehe Dein Profil! Okay. Du bist 27 Jahre alt und studierst Physik, stimmt das?
HW: Klar stimmt das! Habe ich doch gerade erst angegeben!

FA: Gut. Alles klar, Andi! Dann fangen wir einmal an!
HW: Das wäre echt toll!
FA: Also, Andi. Ich gehe einmal davon aus, dass Du Dich gerade auf der Toilette versteckst …
HW: (Pause) Äh. Ja. Stimmt.
FA: Gut. Hätten wir das schon einmal geklärt. Nun, weißt Du, Andi: Die Party ist draußen und da musst Du wieder hin, wenn Du eine schöne Erinnerung haben willst!
HW: So. Muss ich. Na, das hatte ich mir schon fast gedacht.
FA: Wir machen das so: Du gehst raus und bist ganz entspannt. Du lächelst die anderen Menschen an …
HW: Aber das sind alles Fremde!

FA: Vertrau‘ mir, Andi! Das ist ganz wichtig für unsere Zusammenarbeit! Ich mache das schon lange und ich habe nur zufriedene Kunden! Du musst da raus! Und lächeln hilft!
HW: Okay. Na gut.
FA: Und, wenn Du ganz mutig bist, dann stellst Du Dich einfach zu einer Gruppe hin. Du musst auch nichts sagen. In solchen Gruppen erzählt immer jemand etwas. Normalerweise ein Alphamännchen. Alle anderen hören zu und nicken. Oder lachen an der passenden Stelle …
HW: Nein! Das geht nicht! Das kann ich nicht! Auf keinen Fall!

FA: Ganz ruhig, Andi! Du musst nicht lachen! Und Du kannst einfach nicken, wann immer Du willst! Du musst dem Alphamännchen nicht einmal zuhören! Das fällt keinem auf!
HW: Das mache ich trotzdem nicht! Die reden immer über so triviale Dinge! Ich befürchte, da sterben mir Hirnzellen ab!
FA: Andi! Du kannst das! Jeder kann das!
HW: Aber ich halt nicht!
FA: Andi! Ganz ruhig! Jetzt atme erst einmal ganz tief ein …
HW: (atmet ein)
FA: Und wieder aus!
HW: (atmet aus)

FA: So! Und jetzt gehst Du da raus, stellst Dich zu irgendeiner Gruppe und ich rufe Dich in fünf Minuten noch einmal an und erkläre Dir dann am Telefon, wie es weitergeht!
HW: Okay. Halt! Eine Frage noch!
FA: Die wäre?
HW: Geht auch in zwei Minuten?
FA: Andi! Du schaffst das! Es ist wichtig, dass andere Besucher Dich sehen! Aber keine Angst, Du musst mit niemandem reden!
HW: Oder drei?
FA: Andi!
HW: Na gut!

SFX: Partygeraune
SFX: Handyläuten

HW: Hier Andi!
FA: Hi, ich bin’s! Sally! Sag‘ jetzt nichts!
HW: Gut, dann halt nicht.
FA: Andi! Auch nicht „Dann halt nicht!“. Du sagst ab jetzt nur noch, was ich Dir sage!
HW: Okay!
FA: Auch nicht okay! Pass auf: Du sagst jetzt: „Hallo Professor!“
HW: Hallo Professor!
FA: Und jetzt: „Wie bitte?“
HW: Wie bitte?
FA: Und jetzt: „Was? Meine Arbeit? Wirklich?“
HW: Was? Meine Arbeit? Wirklich?

FA: Und jetzt: „Das? Aber das ist doch nur eine kleine Studie gewesen!“
HW: Das? Aber das ist doch nur eine kleine Studie gewesen!
FA: Und jetzt: „Von wem soll die Auszeichnung sein? Von der American Physical Society?“
HW: Von wem soll die Auszeichnung sein? Von der American Physical Society?
FA: Und jetzt: „Wie hoch ist die dotiert?“
HW: Wie hoch ist die dotiert?
FA: Und jetzt: „50.000 Dollar? Das deckt ja nicht einmal die Kosten für den Aufbau des Experiments!“
HW: 50.000 Dollar? Das deckt ja nicht einmal die Kosten für den Aufbau des Experiments!

FA: Und jetzt: „Wissen Sie, Herr Professor, ich glaube, darauf können wir auch verzichten. Mir ist es nur wichtig, dass unsere Arbeit allen Menschen zugute kommt und nicht nur mir oder Ihnen.“
HW: Wissen Sie, Herr Professor, ich glaube, darauf können wir auch verzichten. Mir ist es nur wichtig, dass unsere Arbeit allen Menschen zugute kommt und nicht nur mir oder Ihnen.
FA: Gut. Und jetzt schau‘ einmal vorsichtig herum, ob Dir jemand zuhört. Wenn ja, dann sage: „Okay, ich verstehe Ihren Standpunkt.“ und wenn nicht, dann sage: „Wenn Sie das so sehen wollen …“
HW: Wenn Sie das so sehen wollen …

FA: Gut. Das bedeutet, dass wir ein bisschen lauter werden müssen, Andi. Ich verlange gleich viel von Dir, aber das muss sein. Ich möchte, dass Du laut und deutlich ins Telefon sprichst und dann auflegst. Und jetzt kommt die eigentliche Aufgabe. Nachdem Du einige Menschen aufmerksam gemacht hast, gehen wir zu Schritt zwei über. Du verlässt die Gruppe und stellst Dich in die Nähe einer Frau, die Du attraktiv findest.
HW: Das mache ich nicht!

FA: Andi! Verdammt! Konzentration! Du sollst nur das sagen, was ich Dir auftrage! Pass auf, Du sagst jetzt: „Na dann, Herr Professor, tut es mir leid! Dann müssen wir wohl unsere Zusammenarbeit beenden!“ Und dann legst Du auf und sagst: „Dieser alte Narr! Als ob sich in der Quantenphysik seit sechs Monaten nichts getan hätte!“
HW: Das kriege ich hin.

FA: Andi! Reiß Dich zusammen! Nur das, was ich Dir auftrage! Also, Du weißt, was Du zu sagen hast! Und ich rufe in fünf Minuten noch einmal an. Denke daran, dass Du in der Nähe einer Frau stehst, die Du attraktiv findest! Du musst sie nicht anlächeln und bitte sprich sie auch nicht an! Und, noch etwas, Andi: „In der Nähe“ bedeutet einen Minimalabstand von zwei Metern! Dann leg‘ mal los!
HW: (laut) Na dann, Herr Professor, tut es mir leid! Dann müssen wir wohl unsere Zusammenarbeit beenden! (normal) Dieser alte Narr! Als ob sich in der Quantenphysik seit sechs Monaten nichts getan hätte!

SFX: Partymusik
SFX: Handyklingeln

HW: Hier Andi!
FA: Hi, ich bin’s! Sally! Du kennst die Spielregeln ja schon. Sag‘ jetzt: „Tanja, Du sollst mich doch nicht mehr anrufen!“
HW: Tanja, Du sollst mich doch nicht mehr anrufen!
FA: Und jetzt: „Nein, nein. Du weißt, dass das nicht wahr ist!“
HW: Nein, nein. Du weißt, dass das nicht wahr ist!

FA: Und jetzt: „Tanja, das weißt Du doch. Da haben wir doch viele Stunden drüber geredet. Aber Du hast Dich doch für Dieter entschieden. Und das muss ich akzeptieren!“
HW: Tanja, das weißt Du doch. Da haben wir doch viele Stunden drüber geredet. Aber Du hast Dich doch für Dieter entschieden. Und das muss ich akzeptieren!
FA: Und jetzt: „Nein, natürlich fällt es mir schwer, das zu akzeptieren. Aber das muss ich halt. Dein Job als Fotomodel passt besser zu dem Beruf eines Piloten, das sehe ich ein.“

HW: Nein, natürlich fällt es mir schwer, das zu akzeptieren. Aber das muss ich halt. Dein Job als Fotomodel passt besser zu dem Beruf eines Piloten, das sehe ich ein.
FA: Und jetzt: „Nein. Natürlich war der Sex toll. Aber am meisten fehlen mir die langen Abende, an denen wir auf der Couch gekuschelt haben und stundenlang miteinander über unsere Gefühle geredet haben.“
HW: Nein. Natürlich war … der Sex … toll. Aber am meisten fehlen mir die langen Abende, an denen wir auf der Couch genuschelt haben und stundenlang miteinander über Deine Gefühle geredet haben.

FA: Fast. Aber auch ganz gut. Jetzt: „Nein, Tanja. Ich habe akzeptiert, dass Du Deinen Weg gehst! Du bist eine starke und intelligente Frau. Es hat mir das Herz gebrochen, aber ich habe überlebt. Das musst Du jetzt auch!“
HW: Nein, Tanja. Ich habe akzeptiert, dass Du Deinen Weg gehst! Du bist eine starke und intelligente Frau. Es hat mir das Herz gebrochen, aber ich habe überlebt. Das musst Du jetzt auch!

FA: Und jetzt: „Nein, Tanja, das tut mir leid! Nicht mit Dir. Ich muss über Dich hinwegkommen. Ich werde schon eine Frau finden, die mich auf der Europareise begleitet! Immerhin sind ja alle Tickets schon gekauft!“
HW: Nein, Tanja, das tut mir leid! Nicht mit Dir. Ich muss über Dich hinwegkommen. Ich werde schon eine Frau finden, die mich auf der Europareise begleitet! Immerhin sind ja alle Tickets schon gekauft!

FA: Und jetzt: „Ich lege jetzt auf, Tanja. Es tut mir leid, dass Dieter Dich betrogen hat, aber ich kann Dich nicht einfach zurücknehmen wie Amazon eine Retoure.“
HW: Ich lege jetzt auf, Tanja. Es tut mir leid, dass Dieter Dich betrogen hat, die Sau, aber ich kann Dich nicht zurücknehmen wie Amazon eine Retorte.
FA: Na gut, damit können wir arbeiten. So, Andi. Wieder ein Check! Jetzt schau Dich um. Hört Dir jemand zu? Falls ja, sage: „Jetzt weine doch nicht, Kleine!“ Und falls nein, sage: „Kein Grund zur Verzweiflung!“

HW: Jetzt weine doch nicht, Kleine!
FA: Ha! Wusste ich doch! Das klappt immer! Andi, jetzt sage: „Nein. Ich weiß, dass ich sensibel bin, das musst Du mir nicht sagen. Aber ich habe auch Selbstbewusstsein! Ruf‘ nie mehr an, Tanja! Und Lebewohl!“
HW: Nein. Ich weiß, dass ich sensibel bin, das musst Du mir nicht sagen. Aber ich habe auch Selbstbewusstsein! Ruf‘ nie mehr an, Tanja! Und Lebewohl!

FA: Prima! Das war’s, Andi! Du kannst jetzt auflegen und Dich einfach auf der Party …
HW: Nein, Tanja! Das werde ich nicht! Deine heißen Sexparties reizen mich überhaupt nicht!
FA: Andi, was machst Du da?
HW: Nein! Das mache ich nicht, Tanja! Und meinen Nobelpreis kannst Du behalten! Was will ich mit einer Statue aus purem Gold? Ich bin doch schon reich!

FA: Andi, das ist … Du meinst den Oscar! Hör‘ auf, Andi! Du machst alles kaputt!
HW: Tanja, ich will aber, dass jeder Mensch auf der Welt den Zugang zu meiner kostenlosen, unbegrenzten Energie hat! Vor allem die Kinder in der Dritten Welt!
FA: Andi! Bitte! Du machst ja meine ganze Arbeit kaputt!

HW: Egal! Mir ist egal, dass Dieter wahrscheinlich der nächste Bundeskanzler wird! Wenn er weiter auf Braunkohlebergbau setzt, dann werde ich ihm wieder die Fresse polieren! Du kennst mich doch, ich bin ein Mann!

FA: Andi! Ich lege jetzt auf!
HW: Und wenn schon! Ich komme auch ohne Dich aus, Tanja! Wenn ich morgen vor der UNO meinen Vortrag halte, dann werde ich nicht eine Sekunde an Dich denken!

FA: Ciao, Andi!
HW: (flüstert) Nein, geh‘ nicht, Sally!
FA: Tanja.
HW: Nein! Du, Sally! Geh‘ nicht! Ich … Wie soll ich … Die eine Frau, die mich vorhin angelächelt hat, die kuckt jetzt so komisch …
FA: Selber schuld, Andi! Und ciao!
HW: Nein! Halt!

SFX: Tote Leitung

HW: (verunsichert) Ja, dann. Gut. Dann komme ich jetzt sofort zu Dir, Tanja. Ich verschwinde von der Party, auf der ich gerade bin und komme sofort zu Dir! Bis gleich!


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