Herr Müller & Frau Schmidt


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Mittlerweile ist es nicht unwahrscheinlich, dass man auch in gehobenerem Alter wieder auf Partnersuche gehen muss. So wie im heutigen Hörspiel „Herr Müller“ und „Frau Schmidt“. (Namen von der Redakton erfunden)

Doch das „erste Mal“ in einem romantischen Hotelzimmer verläuft weniger erotisch als erwartet. Natürlich.


Hier also der versprochene Einblick in unsere Arbeit. Schaut genauso aus, wie ihr euch das vorgestellt habt, oder?


Download der Sendung hier.
Musiktitel: „Ma religion c’est la télévision“ von Les Résidus Plasmiques / CC BY-SA 3.0


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Die Geschichte zum Lesen

SFX: LifttürFA: Müller? Im Ernst? Warum denn Müller?
HW: Warum denn nicht Müller?
FA: Du hast dieses Zimmer vor vier Wochen gebucht, oder?
HW: Kann sein. Damals halt, als Du angedeutet hast, dass wir … eventuell …
FA: Und womit hast Du die Buchung gezahlt?
HW: Mit der Kreditkarte.
FA: So. Die wissen also, dass Du nicht der Herr Müller bist!
HW: Aber es geht gar nicht darum, dass die beim Hotel … es geht mehr um die erotische Spannung. Verstehst Du? Du. Und ich. Luxushotel. Heimlich. Verboten. So in der Art.

FA: Das ist interessant. Und bei der Auswahl an erotischen Namen bist Du dann auf „Müller“ gekommen?
HW: Das junge Paar, dass sich zum ersten Mal traut, weil sie es nicht mehr aushalten …
FA: Wir sind zusammen über 120! So taufrisch sind wir nun auch nicht, oder?
HW: Das nicht mehr taufrische Paar, dass zum ersten Mal leidenschaftlichen Sex hat!
FA: Ich möchte Dich da nicht enttäuschen, mein Lieber. Ich bin keine Jungfrau mehr.
HW: Es ist auf jeden Fall das erste Mal, dass wir miteinander Sex haben! Spiele doch ein bisschen mit!
FA: (stöhnt) Oh, Herr Müller! Ihr Aufzug fährt aber schnell! Wo bringen Sie mich denn hin?

SFX: Lifttür

HW: (verwirrt) Äh, ja. Da wären wir! 10. Stock! Zimmer 1104.
FA: Das ist da hinten wahrscheinlich.
HW: Soll eine ganz tolle Aussicht haben! Haben Sie auf der Website geschrieben.
FA: Prima! Du, ich habe da noch eine Frage, bevor wir … Also, bevor wir Liebe … Sag‘ mal: Wie hältst Du das eigentlich mit dem Licht?
HW: Mit dem Licht? Also, ich bin eher so Pro-Licht. Ohne Licht sieht man nichts. Da würde zum Beispiel Dein sexy Lippenstift gar nicht zur Geltung kommen!
FA: Mein Lippenstift? Oh! Ist er verschmiert?
HW: Nein, kein bisschen!

FA: Fällt der so auf? Ich wusste, dass ist ein bisschen gewagt. Normalerweise trage ich ja überhaupt keinen Lippenstift mehr, aber sicher keinen der SO rot ist!
HW: Mir gefällt das!
FA: Ja? Schön!
HW: Und mein Lippenstift?
FA: Sehr witzig!
HW: Nein, im Ernst. Ist ein Markenlippenstift!
FA: Wie bitte?
HW: Ja, Marke Labello.

FA: Sehr witzig. Und wie gefallen Dir meine Haare?
HW. Sehr schön! Grau. Hast Du da lange überlegen müssen beim Friseur?
FA: Ja. Durchaus. Ganz viele verschiedene Schattierungen hat er mir vorgeschlagen.
HW: Und dann bist Du bei Deiner Naturhaarfarbe geblieben.
FA: Genau.
HW: Wie ich auch. Wenn man meine Haare mal gefunden hat – man muss ein bisschen suchen – aber dann sieht man, die sind grau!
FA: Sexy!
HW: Tadaa! Da wären wir!

FA: Schön. Schöne Tür.
HW: Moment, ich hab’s gleich, Frau Müller!
FA: Moment. Ich dachte, Du bist Herr Müller?
HW: Eben. Und Du Frau Müller. Wir sind die Müllers!

FA: Wie? Dann spielen wir ein Ehepaar? Das ist aber ein sehr seltsamer Fetisch, den Du da hast.
HW: Stimmt. Das hatte ich noch gar nicht bedacht!
FA: Also, nach meinen Erfahrungen mit der Ehe geht das dann eher in Richtung Sadomasochismus.
HW: Ja. Das geht so nicht. Dann bist Du halt Frau Schmidt.

FA: Frau Schmidt und Herr Müller?
HW: Und hier ist der Schlüssel, Frau Müller!
FA: Schmidt.
HW: Der Schmidt, Frau Schlüss… Der Schlüssel, Frau Schmidt!
FA: (stöhnt) Ich kann es gar nicht erwarten, Herr Müller! (trocken) Das ist eine Kreditkarte. Kein Schlüssel.
HW: Nein, das ist der Schlüssel. Ich habe doch extra gefragt. Aber wo schiebt man die denn rein?

FA: Ich sehe keinen Schlitz.
HW: Vielleicht vor der Tür?
FA: Gib‘ mal her. Da steht was drauf.
HW: Ja? Ich sehe nichts. Ich hab‘ meine Brille nicht auf.
FA: Die hängt um Deinen Hals.
HW: Was? Ach so!
FA: ‚Schweip se Kart in Front of se Lock‘. Steht da.
HW: Schweipen? Wie schweipt man denn?
FA: Einfach so rumwedeln.
HW: Ist da eine Kamera im Türschloss, oder was?

SFX: Tür entsperrt

FA: Tadaa! Unser Zimmer, Herr Müller!

HW: Oh! Und kuck! Der Ausblick ist wirklich toll!
FA: Ja. Man hat einen Überblick über das alte Gewerbegebiet.
HW: Das ist schon ein bisschen … wie soll ich sagen?
FA: Vergammelt?
HW: Das ist ein bisschen stark, vielleicht.
FA: Wegen dem Licht noch einmal, da sind wir nicht so richtig drauf eingegangen vorher.
HW: Du hast ja völlig recht! Wir machen einfach die Vorhänge zu! Dann ist das Gewerbegebiet weg!

SFX: Vorhänge
FA: Schon, aber das meinte ich nicht …
HW: So. Besser ist das! Das ist aber schon geschmackvoll eingerichtet, findest Du nicht?
FA: Schon. Wenn man lila mag, dann ist das eine tolle Einrichtung.
HW: Und eine beeindruckende Minibar haben sie auch. Kuck! Hast Du Lust auf Champagner?
FA: Der kostet wahrscheinlich 100 Euro – stell den weg!
HW: Aber das macht doch nichts! Unsere erste gemeinsame Nacht, Frau Müller!
FA: Schmidt.
HW: Ja. Genau.

SFX: Sektkorken. Einschenken.

HW: So! Auf unsere Liebe, Frau Müller!
FA: Schmidt!
HW: Auf Sie und mich, Frau Schmidt!
FA: Ach, siezen wir uns jetzt in Deinem komischen Spiel?

HW: Das ist auch blöd, oder? Du, der schmeckt aber komisch. Ist das überhaupt Champagner? Ich sehe nichts. Ich hab‘ meine Brille nicht auf.
FA: Die hängt um Deinen Hals.

HW: Rotkäppchen. Das erklärt alles.
FA: Einen riesigen Fernseher haben die da!
HW: Ja, aber wir wollen jetzt nicht fernsehen, oder?
FA: (Verführerisch) Ja, was wollen Sie denn machen, Herr Müller?
HW: Also siezen wir uns doch?

FA: Ich weiß nicht! Ich ziehe mir erst einmal den Mantel aus!
HW: Das mache ich auch! Gib her.
FA: Nicht einfach auf den Tisch legen. Das ist Leinen, das zerknittert total.

HW: Gut, dann hänge ich das auf. (Off) Was ist das denn?
FA: Kuck mal! Die haben 120 Kanäle auf dem Fernseher! Und Netflix. Und Prime. Da gibt es einen Haufen Spielfilme. Kennst Du schon diesen Film nach diesem Buch damals …
HW: (Off) Irgendetwas stimmt mir den blöden Kleiderhaken nicht!
FA: Was denn?
HW: (Off) Keine Ahnung! Ich sehe nichts. Ich hab‘ meine Brille nicht auf.
FA: Die hängt um Deinen Hals.

HW: (Off) Stimmt. Ach so! Die sind an der Garderobenstange festgemacht! Damit die keiner klaut!
FA: Ach, schau mal! Die haben sogar ein Kaminprogramm!
HW: Was ist das denn, ein Kaminprogramm!
FA: Schau, da brennt dann ein Feuer im Fernseher. Es gibt auch Aquarium und Schneelandschaft und …
HW: Lass‘ nur! Feuer ist gut! Macht ein schönes Licht!

FA: Ach ja. Wegen dem Licht. Da wollte ich wissen, wie Du es hältst …
HW: (verführerisch) Das Licht des Feuers. Siehst Du den Holzscheit? Wie er im Kamin brennt?
FA: Ist das Deine erotische Stimme jetzt?
HW: (normal) Ja. Und? Ist da etwas falsch daran?
FA: Nein, nein, nein! Ich muss das ja nur wissen.
HW: Und?
FA: (stöhnt) Das macht mich ganz heiß, dieser dicke Holzscheit, Herr Müller!

HW: (hüstelt) Ich ziehe mal mein Hemd aus. Ist übrigens reine Seide! Willst Du mal fühlen?
FA: Wirklich? Gleich! Mein Rock ist auch aus reiner Seide!
HW: Dann kannst Du den ja auch ausziehen.
FA: (Stöhnt) Nur für Dich, Herr Müller!
HW: Oh! Du hast ja Strapse an!
FA: Ja! Extra für heute! Gefällt Dir das?
HW: Das gefällt mir durchaus, Frau Müller!
FA: Schmidt.

HW: Das gefällt mir durchaus, Frau Schmidt!
FA: Und Du trägst ein Feinripp-Unterhemd.
HW: Schon. Aber das trage ich eigentlich immer.
FA: Ach. Interessant. Ist jetzt aber nicht wirklich … erotisch, oder?
HW: So. (Verführerisch) Schon ausgezogen!
FA: Gut. Darf ich dann die blöden Strapse auch ausziehen?
HW: Natürlich! Natürlich! Ist nicht so, dass mir das wichtig wäre.

FA: Das ist gut, denn diese Strumpfhalter quetschen mir das Blut ab, meine Füße sind eiskalt!
HW: Dann nichts wie weg mit den blöden Dingern!
FA: Leicht gesagt, das ist (angestrengt) gar nicht so leicht, kann ich Dir sagen. Dieser blöde Verschluss!
HW: Soll ich Dir helfen?

FA: Nein nein! Das geht schon! (angestrengt) Wenn bloß dieser dumme Haken! (wütend) So ein Mist!
HW: Sicher, dass alles in Ordnung ist?
FA: Ja ja! Keine Sorge! Ich ziehe einfach alles an einem Stück aus und dann werfe ich das in den Müll.

HW: Gut. Gut. Ich … Ich würde dann einmal meine Hose ausziehen. Wenn Du nichts dagegen hast.
FA: Nein, gar nicht. Muss ja aus dem Weg. Sag mal … Hast Du Dir wegen dem Licht schon Gedanken gemacht?
HW: Was stimmt denn mit dem Licht nicht?

FA: Ich bin eher so der Anti-Licht-Typ. Wenn es so hell ist, dann fühle ich mich immer so beobachtet. Verstehst Du?
HW: Sollen wir das Licht ausmachen?
FA: Das würde ich sehr begrüßen. Ich habe auch eine Alternative. Eine sehr romantische noch dazu.
HW: Und die wäre, Frau Müller?
FA: Schmidt.
HW: Und die wäre, Frau Schmidt?

FA: Ich habe Kerzen mit gebracht! Kuck! Hier! Ein Dutzend weiße Kerzen. Und die duften sogar nach Vanille!
HW: Schön, schön. (angestrengt) Der blöde Reißverschluss hat sich irgendwie verklemmt! Und ich sehe nichts. Ich hab‘ meine Brille nicht auf.
FA: Die hängt um Deinen Hals.

HW: Ich weiß, es ist irgendwie komisch … kannst Du mir mal helfen?
FA: Klar. Warte kurz. Ich muss nur die Kerzen noch anzünden. Ich habe die alle hier auf den Schreibtisch gestellt. Das wird hübsch.

HW: Gut. Dann ziehe ich derweil schon einmal die Schuhe und die Socken aus. Oder wolltest Du die vielleicht sehen?
FA: Ob ich Deine Socken sehen will?
HW: Ich meine, nur theoretisch. Also, das sind jetzt ganz normale schwarze Herrensocken. Die sind sicher auch nicht irgendwie erotisch. Wenn man nicht auf so was steht. Gibt ja jeden Fetisch.
FA: Nein, ich stehe nicht auf Socken. So. Fertig! Erotisch, oder?

HW: Sehr schön! Das Feuer im Kamin, die Kerzen. Jetzt müsste ich nur noch meine Hosen ausziehen können.
FA: Ach so! Hatte ich schon vergessen. Also…
HW: Tut mir leid.
FA: Kein Problem. Aber so wird das nicht gehen.
HW: Wieso?
FA: Meine Knie sind kaputt, das kommt vom Ballett. In meiner Jugend. Vom Springen. Ich kann mich nicht hinknien. Oh! Ach so, das hätte ich vielleicht sagen sollen! Ich hoffe, ich habe jetzt nicht irgendwie Deine Planung oder Deine erotischen Phantasien kaputt gemacht!

HW: Wie? Nein! Kein Problem! Kein Problem! Das ist … Die sind … Also, das ist nicht so wichtig.
FA: Dann leg Dich doch einfach auf das Bett. Ich zieh derweil schon einmal meinen Rock aus.
HW: Das ist ja auch zu dumm. Ist mir wirklich peinlich.
FA: Entspanne Dich! Reißverschlüsse sind nicht berechenbar. Manchmal spielen die einfach nicht mit.
HW: Und? Kannst Du was machen?

FA: (Angestrengt) Der … sitzt …. Verdammt, sitzt der aber fest.
HW: Das ist doch nicht zu glauben. Warte, ich versuche einfach im Ganzen aus der Hose zu schlüpfen.
FA: Gut. Ich ziehe mich derweil noch ein bisschen aus, Herr Müller!
HW: Das ist doch zum Mäusemelken! Zum aus der Haut fahren!
FA: So! (Verführerisch) Ich habe mein Oberteil ausgezogen, Herr Müller.

HW: Verdammte Scheiße! Ob ich wohl jemals aus dieser beschissenen Dreckshose komme?
FA: Wollen Sie nicht einmal schauen, Herr Müller?
HW: Wie bitte? Gleich! Ich schau gleich! Oh! Au! Verdammt! Au weh!
FA: Was ist passiert?
HW: Nichts! Nichts! Alles gut!
FA: Aber Du bist ja ganz blaß!

HW: (Gepresst) Das kommt vom Schmerz!
FA: Was ist passiert?
HW: Ich habe einen Hexenschuss.
FA: Oh, Du Armer!
HW: Aber vielleicht ist es ein ganz kleiner. Warte, ich leg mich einfach hin.
FA: Auf den Boden?

HW: Ja. Muss ein harter Untergrund sein. Kannst Du einfach mal an den Hosenbeinen ziehen, bitte?
FA: Klar. Und: Schwupps! Das ging doch ganz einfach!
HW: Du hast einen fleischfarbenen BH?
FA: Ja. Ist das ein Problem?
HW: Nein, nein. Kein bisschen!
FA: Und Du hast Boxershorts?
HW: Ja. Habe ich. Ist das ein Problem?
FA: Was ist das für ein Muster?

HW: Was? Keine Ahnung. Und ich kann auch nicht schauen im Moment, tut mir leid.
FA: Das sind doch diese Katzen, wie heißen die noch einmal?
HW: Ich weiß es nicht. Ich habe heute morgen meine Brille nicht gefunden, da habe ich halt irgendeine Unterhose gegriffen. Aber Dein Stütz-BH ist auch nicht wirklich erotisch, Frau Müller!
FA: Schmidt. Und ich brauche den. Tut mir leid!

HW: Macht ja nichts! Macht ja nichts. So wie ich jetzt liege, so gehts eigentlich ganz gut im Moment.
FA: Jetzt fällts mir wieder ein! Hello Kitty! Du trägst Hello-Kitty-Boxershorts!
HW: Im Ernst. Die sind eigentlich nur ein Witz. Die hat meine Frau mir gekauft.
FA: Deine Frau? Ich denke, Du bist geschieden!
HW: Meine Ex-Frau meine ich.
FA: So so, Herr Müller. Langsam habe ich da einen Verdacht!

HW: Ich kann gerade nicht … Kannst Du mir vielleicht … ich meine, das Rotkäppchen?
FA: Wie bitte? Ach so, den komischen Sekt. Hier.
HW: Danke. Das tut mir jetzt wirklich leid mit dem blöden Hexenschuss. Ich habe das schon als Kind immer wieder bekommen. Das hat mit meiner Wirbelsäulenverkrümmung zu tun. Eigentlich bräuchte ich ein Korsett.

FA: Siehst Du! Genauso ist es mit meinen Brüsten und dem BH. Die waren so schwer, dass ich auch Rückenprobleme bekommen habe. Und mit dem BH verteilt sich das jetzt besser, wo es nicht mehr so frisch und munter der Schwerkraft trotzt.
HW: Wir sind schon ein lustiges Team, Du und ich! Schau uns einmal an!
FA: Sehr erotisch!

HW: Sag mal. Meinst Du, wir könnten trotzdem weiter machen? Ich könnte ja die Boxershorts ausziehen. Oder, besser, Du könntest das machen. Und dann bleibe ich halt einfach liegen.
FA: Hm. Schwierig. Ich weiß nicht so recht, wie ich da runterkommen soll. Ich kann mich doch nicht hinknien. Und wenn ich da unten bin, dann … Nein, ich weiß nicht, wie das gehen soll.
HW: Na prima.

FA: Bist Du jetzt sehr enttäuscht?
HW: Nein, ich meine nicht das! Da, kuck mal! Der Fernseher! Da brennt es!
FA: Das ist nur das Kaminprogramm!
HW: Nein, der kokelt selber an! Deine blöden Kerzen!
FA: Oh, mein Gott! Du hast recht! Warte! Moment. (Pustegeräusche)
HW: Hast Du gerade mein Seidenhemd genommen, um den Fernseher zu löschen?

FA: Was? Ich weiß nicht. Ich kann nichts sehen, es ist so dunkel.
HW. Der Lichtschalter ist da drüben, glaube ich.
FA: Hier?
HW: Nein, dort drüben.
FA: Hier?
HW: Nein, Vorsicht. Autsch. Das war ich.
FA: Sorry!
HW: Schon gut.

FA: Ich mach einfach die Vorhänge auf. Stinkt ja total nach Plastik, wir müssen eh lüften.
HW: Kannst Du mir eine Decke abgeben? Es ist echt kalt, jetzt wo die Fenster offen sind.
FA: Ja. Hier. Du?
HW: Ja?

FA: Was machen wir denn jetzt? Ich meine, wo das nix mehr wird mit der leidenschaftlichen Liebe.
HW: Pöh. Also, ich weiß nicht.
FA: Wir könnten ja fernsehen.
HW: Gut, von mir aus. Was kucken wir denn?

FA: Ich hab da vorhin was gesehen. Warte kurz! So. Genau. Also: Wie wäre es denn mit dem? Ist ein bisschen gewagt. Kennst Du den?
HW: Ich kann das nicht erkennen ohne Brille. Und ich weiß nicht, wo die ist.
FA: Hast Du umhängen.
HW: Was ist das denn?
FA: Fifty Shades of Grey.

HW: Gut. Das machen wir. Hat irgendwie entfernt mit Sex zu tun.
FA: Und mit grauen Haaren.
HW: Das glaube ich nicht. Aber mit Schmerz. Kannst Du mir noch einmal den Sekt runterreichen?

FA: Ob die Chips in der Minibar haben?
HW: Ja. Hab ich schon gecheckt. Kannst Du mir das Studentenfutter mitnehmen?
FA: Gerne, Herr Müller!
HW: Danke, Frau Müller.
FA: Schmidt.
HW: Schmidt.

FA: Weißt Du was?
HW: Nein, was denn, Liebling?
FA: Könnte doch noch ein gemütlicher Abend werden!
HW: Ja, endlich entspannen!
FA: Endlich!


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