Die Kristallkugel


In München gibt es einen Markt, die Auer Dult. Und da gibt es eine Gasse, wo lauter fahrende Händler die besten Gemüsehobel aller Zeiten, die besten Fensterwisch-Systeme, High-Tech-Reinigungspasten und die neuesten Nicht-Klebe-Pfannen anpreisen.

Die muss der Herr Wunderlich strikt meiden, wenn er da ist. Denn er glaubt all‘ diesen Händlern jedes Wort und kommt dann mit viel Plastikmüll zurück.

In unserem heutigen Hörspiel, hat er wieder ein Schnäppche gemacht. Eine mobile Kristallkugel, mit der man in die Zukunft schauen kann. Na dann, viel Spaß!


Download der Episode hier.
Musik: „Fortune Teller“ von FREEKY CLEEN & DICKEY F / CC BY-SA 3.0
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Skript zur Sendung


HW: Schatz, Du ahnst nicht, was ich Tolles gekauft habe!
FA: Warst Du wieder einmal in der Stadt shoppen?
HW: Ja, und Du ahnst nicht, was ich für ein Schnäppchen erwischt habe!
FA: Lass‘ mich raten. Ist es ein Bauchmuskeltrainer, mit dem man in nur drei Wochen ein Waschbrett-Pitt-Bauch hat?
HW: Nein, Quatsch!

FA: Haben wir ja auch schon! Ist es wieder eine seltene französische Sammler-Puppe aus Porzellan, auf der am Fuß aber steht: „Made in China“?
HW: Ach was, das ist es auch nicht!
FA: Haben wir ja auch schon! Oder ist es der erste Band des Brockhaus von 2004, nur zur Hälfte des Erscheinungs-Preises?
HW: Jetzt hör‘ auf mit dem Quatsch! Ich habe etwas richtig Tolles!

FA: Gut, weil den hätten wir auch schon. Na dann, raus mit der Wahrheit, mein Lieber. Ich geb‘ mir hier redliche Mühe so zu tun, als wäre ich richtig gespannt.

HW: Das weiß ich zu schätzen. Vornweg eine Frage: Glaubst Du an Magie?
FA: Oh je, willst Du jetzt Zauberer werden? Aber Du denkst nicht, dass ich dann die hübsche Assistentin werde, die Du zersägen kannst, oder?

HW: Nein, ich meine nicht irgendwelche Zaubertricks, ich meine echte Magie!
(Pause)
FA: Ich weiß plötzlich, was Du gekauft hast: Einen Harry-Potter-Schal! Mit dem Emblem von Griffindor, stimmt’s? Das wäre sogar gar nicht schlecht…
HW: Viel besser als das. Viel besser! Pass‘ auf! Mach‘ Deine Augen zu!
FA: Was jetzt? Soll ich aufpassen oder die Augen zu machen?
HW: Jetzt stell‘ Dich nicht so an! Erst machst Du die Augen zu, dann hole ich etwas Magisches hervor und dann machst Du die Augen auf und passt auf! Alles klar?

FA: Vielleicht machst Du mir lieber einen Plan, das ist ja richtig kompliziert heute!
HW: Jetzt mach‘ halt mit! Sei nicht so sarkastisch!
FA: O.k, o.k., o.k., ich mach‘ die Augen zu!
(Pause)
HW: Und nun mach‘ sie wieder auf!
FA: Gut. Ich habe die Augen auf und passe ganz toll auf. Was willst Du mir zeigen?
HW: Na, das hier!

FA: (verwundert) Eine Murmel?
HW: Das ist doch keine Murmel!
FA: Ach, was dann? Ein kleines Universum, so wie bei „Man in Black“?
HW: Fast. DAS… ist eine Kristallkugel!
FA: Das ist eine Murmel.
HW: Nein, das ist eine Kristallkugel! Mit der kann man in die Zukunft sehen!

FA: Du hast also die kleinste Kristallkugel der Welt gekauft?
HW: Was? Nein, das ist eine Kristallkugel, glaube mir!

FA: Ist die irgendwie bei der Wäsche eingegangen?
HW: Jetzt sei doch nicht immer so negativ! Wer sagt denn, dass die Größe wichtig ist?
FA: Ja ja, das sagt ihr Männer immer, dass die Größe nicht wichtig ist.

HW: Ist sie ja auch nicht! Können wir uns jetzt darauf einigen, dass das eine Kristallkugel ist?
FA: Von mir aus. Als Arbeitshypothese.

HW: Gut. Dann sammle Dich! (mystisch) Hiermit kann ich in die Zukunft sehen!
FA: Bei der Größe aber wahrscheinlich ungefähr nur eine Minute weit.
HW: Es kommt wirklich nicht auf die Größe an! Das hast Du doch auch immer gesagt, als wir uns kennengelernt haben!

FA: Na gut. Dringen wir lieber nicht tiefer ein. (Wenn Du verstehst, was ich meine.)
HW: Gut, also! Sammle Dich! (mystisch) Mit dieser Kristallkugel kann ich in die Zukunft schauen!
FA: (mystisch) Ach. Und? Passiert in einer Minute etwas Aufregendes?

HW: (enttäuscht) Ach, komm! Du musst immer alles mies machen! Kannst Du nicht einmal an etwas glauben?
FA: Daran, dass Du in dieser Murmel…
HW: Kristallkugel!

FA: Meinetwegen. Ich soll mich also anstrengen, daran zu glauben, dass Du in dieser „Kristallkugel“ eine Minute in die Zukunft schauen kannst.
HW: Das wäre ein Anfang.
FA: Das muss komisch ausschauen. Wie wenn ein Kammerdiener bei einer Königin durch das Schlüsselloch glotzt…
HW: Machen die das in Deinen komischen Romanen?
FA: Wo hast Du eigentlich überhaupt diese magische, rein zufällig „murmelgroße“ Kristallkugel her?
HW: Tja, das würdest Du gerne wissen, oder?

FA: (pseudo-mystisch) Hast Du nachts, an einer Wegesgabelung eine alte Frau mit einem Raben auf der Schulter getroffen?
HW: Nein, Du weißt doch, dass ich gerade in der Stadt shoppen war!
FA: Oder du saßt an einem weit entfernten Brunnenrande an dem ein Frosch mit einer goldenen Murmel-Kugel…
HW: Kristallkugel!

FA: Nein, jetzt hab‘ ich’s! Als Du durch die Straßen gingst, kam ein seltsamer Wind auf und auf einmal wurde es dunkel. Da landete eine gespenstische, weiße Eule auf Deinem Arm und kackte die Murmel…
HW: Kristallkugel! Jetzt hör‘ schon auf! Ich habe sie in dem kleinen Zauberladen gekauft, in diesem Innenhof vom Gloria-Kino. Kennst Du?
FA: Glaube schon. Ist mir aber noch nie ein Zauberladen aufgefallen.
HW: Ja, mir auch nicht. Seltsam, oder?

FA: Ja! (pseudo-mystisch) Der ist nur an diesem Tag und nur für Dich ein Teil unserer Realität geworden, nur damit Du diese Zauber-Murmel…
HW: Kristallkugel! Und die Auslagen waren alle völlig verstaubt. Der steht da schon länger, aber wir haben ihn halt noch nie gesehen.

FA: (pseudo-mystisch) Weil nur, wenn der Jupiter, der Uranus und der Saturn im Sternbild des Hermes, des Schutzheiligen der Magiere stehen, Normalsterbliche überhaupt diese magischen Murmeln…
HW: Kristallkugel! Ich bin in den Laden gegangen und am Tresen gestanden. Da hat sich auf einmal etwas im Regal bewegt und diese Kristallkugel fiel auf den Tresen und ist sofort auf mich zugerollt!

FA: Ah! Ich verstehe! Magie! Die Murmel hat sich Dich als Besitzer ausgesucht!
HW: Zum allerletzen Mal! Das ist keine Murmel! Das ist eine mobile Kristallkugel!

FA: Eine mobile Kristallkugel?
HW: Ja, genau! Der Besitzer hat mir dann auch noch die nicht-mobilen Kristallkugeln gezeigt. Die sind viel größer und viel schwerer. Die kannst Du nicht überall hin mitnehmen. Und das ist Zeiten wie der unseren, wo man ja mobil ist, nicht mehr modern.

FA: Hat er das gesagt?!
HW: Ja, hat er gesagt. Und weil die Kristallkugel mich als Besitzer gesucht hat, hat er dafür auch kein Geld verlangt!
FA: Ach, das ist nun aber tatsächlich ein bisschen magisch. Damit hatte ich nicht gerechnet.

HW: Und das Beutelchen aus byzantinischem Samt mit einem Band, das aus dem Gold der Königin von Saba gefertigt wurde, das hat er mir auch noch zum halben Preis gegeben!
FA: Ahh. Jetzt macht die Geschichte wieder Sinn.

HW: Stell‘ Dir vor: Nur 250 Euro! Da habe ich, bloß, weil die Kristallkugel auf mich zugerollt ist, noch ganze 250 Euro gespart!
FA: Du bist aber auch ein Schnäppchenjäger!
HW: Und jetzt werfen wir zwei einen Blick in die Zukunft!
FA: (gelangweilt) Ich bin ja schon so gespannt…

HW: Es ist ganz wichtig, dass wir uns beide entspannen, aber völlig konzentriert sind! O.k.?
FA: Gut, gut, ich konzentriere mich. Je schneller die Rate-Party vorbei ist, desto besser.
HW: Gut! Atme tief ein…
FA: (atmet)
HW: Und wieder aus…
FA: (atmet)
HW: Und jetzt sammle alle Deine Sinne. Und Deinen Verstand.

FA: Den Verstand? Wirklich? Meinst Du, das sollte ich nicht lieber lassen? Weil, sonst kann ich mich kaum selber überzeugen, in eine Murmel zu glotzen…
HW: Kristallkugel! Gut, lass‘ den Verstand weg. Aber sammle halt dann Deine Sinne! O.k?
FA: O.k. Ich sammele. Sehsinn, Hörsinn, Tastsinn, Unsinn…
HW: Kannst Du nicht einmal mitmachen! Nur einmal! Wir können dann in die Zukunft sehen! Findest Du das nicht interessant?

FA: O.k. Ich gebe mir Mühe?
HW: Also: Einatmen. Ausatmen. Alle Sinne sammeln.
(Pause)
HW: Hm.
FA: (flüstert) Du hast ein bisschen Mundgeruch…
HW: (flüstert) Ich habe ein Döner gegessen. Aber sei still, ich glaube, ich kann etwas sehen!
FA: (flüstert) Im Ernst? Wahrscheinlich den Tintenfisch Paul, der sich auf die WM vorbereitet! Der kann nämlich auch hellsehen!

HW: (flüstert) Jetzt hör auf! Du bist ja lächerlich!
FA: (flüstert) ICH bin lächerlich?
HW: Sammle Deine Sinne! Ganz im Hier und Jetzt sein…
FA: Ach, also nicht in der Zukunft!
HW: Psst! Ich glaube, ich sehe wirklich was!
FA: (mystisch) Ich sehe…
HW: Du siehst ‚was?
FA: (mystisch) Ich sehe…
HW: Ja, was siehst Du? Was siehst Du?

FA: (mystisch) Ich sehe… (plötzlich sachlich) Eine blaue Murmel.
HW: Ach, menno! Hey, was soll das? Verarschen kann ich mich selber.
FA: Das sagen viele, aber die wenigsten machen es! Nee!

HW: Hat Du’s echt versucht?
FA: Hab‘ ich! Alle Sinne gesammelt. Der orthostatische Sinn war besonders wichtig, um hier so lange rumzustehen.

HW: Und Du hast nichts gesehen?
FA: Gar nichts. Blaues Glas.
HW: Pfft. Blöd. Ich hab‘ auch nichts gesehen.
FA: Vielleicht muss man Zaubersprüche sprechen?
HW: Zaubersprüche?
FA: Ja, Abrakdabra oder Simsalabim oder Appendizitis.
HW: Blinddarmentzündung?

FA: Ja, kann ich magisch reden oder Du?
HW: Der Besitzer hat nichts von einem Zauberspruch gesagt.
FA: Sag‘ mal. So ganz im Ernst. Du weißt schon, dass man nicht in die Zukunft schauen kann?
HW: Pfft. Sagt wer?
FA: Die Beobachtung, dass die Welt so ist, wie sie ist. Wenn irgendwer in die Zukunft schauen könnte, dass würden wir ja nicht blind durch die Geschichte stapfen. Dann gäbe es keine Kriege und keine Armut und keine Krankheit.

HW: Keine Krankheit?
FA: Das war ein bisschen viel. Aber wenn Du sehen könntest, wie Du an Lungenkrebs sterben wirst, dann würdest Du vielleicht aufhören zu rauchen.

HW: (seufzt) Ich war mir so sicher, dass man mit dieser mobilen Kristallkugel in die Zukunft schauen kann.
FA: Ach. Und warum haben wir dann nichts gesehen?
HW: Vielleicht passiert heute einfach nichts?

FA: Wie, Du willst den Rest des Tages hier stehen bleiben?
HW: Nein, aber vielleicht zeigt die Kugel nur wichtige Dinge.
FA: Und heute geschieht auf der Welt nichts Wichtiges mehr?
HW: Na ja, vielleicht zeigt die Kugel nur Dinge, die für mich wichtig sind. Und vielleicht passiert mir heute einfach nichts Wichtiges mehr.
FA: Das hat dann aber keinen guten Empfang, Deine Kristallkugel.
HW: Ha! Du hast zum ersten Mal Kristallkugel gesagt!

FA: Gut. Von mir aus. Du hast halt so enttäuscht ausgesehen.
HW: Wäre es nicht toll, wenn wir mit dieser Kugel Einfluss auf unser Schicksal nehmen könnten?
FA: Wie das?
HW: Na ja, wenn wir sehen könnten, was in der Zukunft ist, dann könnten wir ja entsprechend handeln!
FA: Aha. Elaboriere.
HW: Wie?
FA: Du erklären das.

HW: Na ja, wie Du schon sagst: Wenn ich da sehe, wie ich an Lungenkrebs sterbe, dann höre ich halt das Rauchen auf.
FA: Was auch vollkommen – ohne Kristallkugel – das einzig Vernünftige wäre.
HW: Aber wäre das nicht toll?
FA: Schon. Aber wenn Du das machst, …dann zeigt ja die Kristallkugel gar nicht die Zukunft.

HW: Was? Wieso?
FA: Na ja, Du siehst Dich im also mit Lungenkrebs im Krankenhaus, hörst das Rauchen auf, kriegst keinen Krebs, kommst nicht ins Krankenhaus, dann hat die Kugel einen schönen Schmarrn gezeigt und ist wohl kaputt.
HW: Hm.

FA: Ach komm, jetzt schau‘ doch nicht so traurig.
HW: Ach Mann. Du kannst einem jeden Spaß verderben. Du bist wahrscheinlich auch im Kindergarten rumgelaufen und hast allen erklärt, dass es keinen Weihnachtsmann gibt!
FA: Oh! Da würde er sich aber ärgern, wenn er das hört!
HW: Wer?
FA: Na, der Weihnachtsmann. Hab‘ ihn beim Gassigehen getroffen. Rudolph muss auch ab uns zu mal raus, weißt Du?
HW: Traurig, Deine Welt. So ohne Magie, oder?

FA: Eigentlich schaust eher Du traurig aus. Aber weißt Du ‚was?
HW: Nö.
FA: Lass‘ es uns noch einmal versuchen. Ich strenge mich auch richtig an!
HW: Im Ernst?
FA: Ja, im Ernst! Ich atme ein und ich atme aus – das hatte ich ja eh‘ grad vor – und dann sammele ich alle Sinne, die ich habe. Auch die Propriozeption und den viszeralen Sinn.

HW: Was?
FA: Na alle Sinne halt, mach‘ Dir keine Sorgen! Auch den siebten, wenn Dir das hilft!
HW: O.k. Und dann klappt das ja vielleicht doch noch!
FA: Eben! Also, fangen wir an!
HW: Gut, fangen wir an!
FA: Einatmen
HW: (atmet)
FA: Ausatmen
HW: (atmet)
FA: Und jetzt absolute Konzentration! Alle Sinne sammeln!

HW: …alle Sinne sammeln…
FA: Konzentration! Nicht nachlassen!
HW: …nicht nachlassen…
FA: Ich will in die Zukunft sehen!
HW: …ich auch…
FA: Nee, Du musst mir schon nachsprechen.
HW: Nee, Du musst mir schon nachsprechen.
FA: Na gut. Ich sehe in die Zukunft!
HW: Na gut. Ich sehe in die Zukunft!
FA: Ich sehe… (überrascht) Aber… Was ist das?
HW: Was denn?
FA: Ich sehe echt etwas!
HW: Was denn?
FA: Ein Schema! Eine verwaschene Figur!
HW: Oh, mein Gott! Was ist das?

FA: Es… es… es ist ein Mann! Es ist ein Mann! Ich kann sehen, wie er seine Lippen bewegt!
HW: Und? Was sagt er?
FA: Ich glaube… ich glaube… ich glaube, er sagt. „DU. VERARSCHT. MICH.“ Ja, ich bin mir ziemlich sicher, das sagt er!
HW: Das sagt er? Warum? Wo ist der Mann?
FA: Der Mann steht vor einem roten Porsche 911. Ich glaube, das Auto gehört ihm! Ja, ich bin mir sicher. Und er schaut sehr wohlhabend aus. Und glücklich!

HW: Und? Kannst Du noch ‚was erkennen?
FA: Wenn ich genauer hinschaue, dann steht er vor einem Wolkenkratzer! Und auf dem Wolkenkratzer ist eine große Leuchtreklame!
HW: Und was siehst Du noch? Was ist das für eine Leuchtreklame?
FA: Da steht ein Name. Ein längere Name. Aber, es ist so unscharf…
HW: Konzentriere Dich! Konzentriere Dich!

FA: Ich… ich… kann die Buchstaben lesen! Da steht HERR WUNDERLICH!
HW: Im Ernst?
FA: Im Ernst!
HW: (sachlich) Pah, das ich nicht lache!
FA: Genau, dass Du nicht lachst!
HW: Du verarscht mich!
FA: Genau!
HW: Halt! Mein Gott! Es klappt ja doch!

FA: Oh nein, bitte nicht!
HW: Du hast gesehen, dass ich „Du verarscht mich“ gesagt habe und gerade habe ich „Du verarscht mich“ gesagt!
FA: Was habe ich nur angestellt!
HW: Und vielleicht stimmt das dann auch mit dem Auto. Obwohl ich ja gar nicht so ein Porsche-Fan bin, musst Du wissen… mir würde ja eher so eine schöne Ente… aber ok.
FA: Ich habe mir das alles nur ausgedacht!
HW: Und einen Wolkenkratzer brauche ich ja auch nicht. Mir wäre eher so ‚was vorgeschwebt wie bei Apple, weißt Du? So flach und mit ganz viel Glas!
FA: Hörst Du mich? Ich habe Dich verarscht!
HW: Aber man kann halt gegen sein Schicksal auch nicht an! Und lieber ein Wolkenkratzer als einen Schrebergarten, oder das wär doch coool?
FA: Ich wußte einfach, dass Du „Du verarscht mich“ sagen wirst. Verstehst Du?
HW: Aha, und woher wusstest Du das schon vorher? Hm?
FA: Bitte! Hör‘ auf! Mein Gott, was habe ich nur angestellt? Womit hab ich diesen Wunderlich bloß verdient…
(Langsam ins Off)