250 Sendungen später…


Schon kurz nach dem Anfang haben wir uns vorgenommen, zur 250sten Sendung unsere gesammelten Outtakes und Bloopers zu senden. Und an die 12 Minuten sind zusammen gekommen.

Das ist eigentlich nicht viel. Wir lachen zwar schon recht viel beim Zusammenbasteln einer neuen Sendung, aber vor dem Mikro sind wir mittlerweile sehr gesammelt und konzentriert – fast wie die Profis!

Nach 250 Folgen haben wir alles noch einmal in die Hand genommen und gesichtet und beschlossen, ab morgen unser Konzept zu ändern. Denn mittlerweile wissen wir ja ziemlich gut, wass ihr wollt – und darum wollen wir euch das auch geben.

So gut, wie wir das nur hinkriegen. Zu den Bloopers heute also Manöverkritik, ein neues Konzept und der Aufruf an euch, mitzumachen!


Download der Sendung hier.
Musik: „Start the engines“ von Levoy / CC BY-NC-SA 3.0


Skript zur Sendung

Tja, das waren die Perlen aus dem Mülleimer der Plüschkabine. Wenn ihr denkt, dass sonst nicht viel schiefgegangen ist, dann irrt ihr euch…

Zwei Folgen sind komplett ausgefallen
Zwei Sendungen haben wir zweimal aufnehmen müssen
Eine sogar dreimal
Für eine Folge war Frau Anders ausgestiegen

Nach 250 Sendungen kann man auf jeden Fall sagen, wir hatten viel Spaß! Es gibt ein Outtake, wo wir beide in der Plüschkabine plötzlich bemerken, dass wir da so richtig zu Hause sind. Dass wir da immer vollkommen dabei sind. Richtig wach. Und dass wir da wirklich mit Herzblut dabei sind.

Trotzdem war die Entwicklung schlechter als erwartet. Wir haben erwartet, dass wir mehr Hörende haben nach 250 Folgen. Da haben wir auch viel daran herum gedoktort. Alleine die Startseite im Web hat mindestens vier grundsätzliche Versionen erlebt.

Trotz ein paar Tausend Euro Werbung hat sich aber nichts bewegt. Man wird heute nicht mehr einfach sichtbar. Obwohl sich die Besucherzahlen bessern…

Mittlerweile besuchen uns so 150 Menschen am Tag, davon sind mindestens hundert Erstbesucher, der Rest sind Hörende, die uns über den Browser anhören.

Aber das konvertiert halt nicht. Anscheindend vermitteln wir nicht, was unser Alleinstellungsmerkmal ist. Warum man zu 18 Euro GEZ noch 5 Euro Morgenradio zahlen soll.

Unser USP lässt sich auch schwer vermitteln. Kennt man dann unsere Folgen versteht man diesen von ganz alleine. Aber auf das erste Hören der ersten Sekunden klingt das für viele einfach wie Laien-Radio.

Und wie es bei den Stand-Ups in Amerika heißt: If the act doesn’t kill, change the act. Und das werden wir jetzt tun. Zuerst haben wir das morgenradio und unsere Arbeit analysiert. Die haarsträubend komplizierte Statistik kennt ihr ja schon… Wir haben uns also gefragt:

Was können wir am besten?
Was macht uns am meisten Spaß?
Was können wir nicht so gut?
Und schließlich: Was machen wir?

Und was dabei raus gekommen ist bedeutet folgendes fürs morgenradio: Wir werden ein Geschichten-Podcast. Die Auswertung ist da sehr deutlich. Euch gefällt es am besten, wenn wir Geschichten erzählen. Und das wollen wir tun. Ab jetzt sind wir ein Geschichten-Podcast.

Und das nicht deshalb, weil die gesamte Radio- und Podcastbranche seit dem Erfolg von Serial vom „storytelling“ faselt… Sondern weil euch das am besten gefällt und wir das am besten können. Aber wir wollen nicht nur unsere Geschichten erzählen oder ein Hörspiel nach dem anderen machen. Sondern wir wollen auch und das ist NEU: Eure Geschichten erzählen!

Wenn ihr da draussen eine Geschichte erzählt haben wollt, dann schickt sie an uns. Als Text oder als Sprachnachricht, als WhatsApp oder als PDF oder Word-Datei – wir haben ab morgen auf der Website extra eine neue Kontaktseite.

Das muss nicht ein fertiges Skript sein, eine Idee reicht völlig. Wir bauen daraus eine Geschichte. Anders ausgedrückt: Macht euch keine große Mühe mit der Ausarbeitung, wir schreiben das sowieso irgendwie um. Und erwähnen euch oder erwähnen euch nicht – das entscheidet ihr selber…

Dann haben wir noch die Frage des Claims. Also mit dem Slogan, der in kurzen Worten erklärt, wass das morgenradio ist. Da hatte der Herr Wunderlich „Für alle, die noch hoffen“ und momentan haben wir „Wer fühlen will, muss hören“ von der Frau Anders.

Aber wenn euch etwas Besseres einfällt, etwas was wirklich zu uns passt, dann bitte schreibt es uns! Wir wären euch unsäglich dankbar…

Und jetzt freuen wir uns gemeinsam auf das neue morgenradio. Morgen fängt’s an!